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Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg geht an Dr. Eva Schlecht

20.02.2004 - (idw) Universität Hohenheim

Minister Prof. Dr. Frankenberg lobt wissenschaftlichen Einsatz für Steigerung des Bodenertrags in der Sahelzone

Den Landesforschungspreis 2003 hat Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 18. Februar an zwei Wissenschaftler verliehen.
Den baden-württembergischen Landesforschungspreis für angewandte Forschung erhält in diesem Jahr Dr. Eva Schlecht vom Institut für Tierproduktion in den Tropen und Subtropen der Universität Hohenheim. Sie habe "mit ihren Arbeiten einen wertvollen Beitrag in ihren Forschungsfeldern geleistet und dazu beigetragen, die internationale Spitzenposition der baden-württembergischen Forschung zu sichern und auszubauen", sagte Minister Frankenberg anlässlich der Preisverleihung in Stuttgart.
Die Forschungsregion von Dr. Eva Schlecht ist die Sahelzone Westafrikas, die sich südlich an die Sahara anschließt. Eines der größten Probleme der Menschen in diesem Gebiet ist die Nährstoffarmut der Böden, gefolgt von Wasserknappheit und Tagestemperaturen bis zu 45 Grad Celsius. Knapp 40 Prozent der 60 Millionen Menschen, die in der Sahelzone leben, gelten als unterernährt.
Die Forschungsergebnisse von Eva Schlecht geben Kleinbauern Hinweise, wie sie ihre Tiere effizienter als Düngerlieferanten für ihre Felder einsetzen können. Ihr Untersuchungsansatz zeichnet sich dadurch aus, dass er die kulturellen Rahmenbedingungen in der Sahelzone einbezieht. "Auf Grund erster Berechnungen gehen wir davon aus, dass Kleinbauern in bestimmten Regionen bei der Umsetzung unserer Vorschläge die gedüngte Fläche von derzeit zwei Prozent auf acht bis zehn Prozent der Anbaufläche steigern könnten. Aus Sicht einer westlichen Industrienation bleibt die dadurch erreichbare Steigerung des jährlichen Ertrags von durchschnittlich 250 Kilo auf 350 bis 400 Kilo Hirse pro Hektar Fläche zwar immer noch bescheiden, aber für die Bauern in Niger kann dies entscheidend zu einer verbesserten Ernährungssituation beitragen", erläutert die Preisträgerin.
Mit dieser Auszeichnung, die schon zum 14. Mal vergeben wurde, stellt das Wissenschaftsministerium einmal im Jahr herausragende Forscherinnen und Forscher der Öffentlichkeit vor. Der Preis ist mit je 100.000 Euro für Arbeiten in den Bereichen angewandte Forschung und Grundlagenforschung das höchste Preisgeld, das ein Bundesland im Bereich der Forschung vergibt.

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