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Kurzaufenthalt brachte kubanischen Wissenschaftler an seiner Doktorarbeit entscheidend voran

20.02.2004 - (idw) Technische Universität Clausthal

Mitten im Winter, von Dezember bis Februar, verlegte für drei Monate Msc. Orlys Ernesto Torres Breffe aus Havanna in Kuba sein Domizil aus den karibischen Tropen in den sonnig frostigen Oberharz. Der Grund: Ausgerüstet mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes konnte Herr Torres Breffe im Institut für Elektrische Energietechnik bei Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Beck seine Doktorarbeit, welche der junge Elektroingenieur zuhause in Havanna am Institut für Elektrotechnik der Hochschule für Bergbau und Metallurgie anfertigt, um einen entscheidenden Schritt voranbringen.


Msc. Orlys Ernesto Torres Breffe mit Dr. Dirk Turschner im Labor. Mit der Software Matlab entwarf er in Kuba eine Simulation für ein Sicherungssystem eines größeren Netzwerkes. Was jeder als die "herausspringende Sicherung" von zuhause im Kleinen kennt, ist bei größeren Netzwerken natürlich beliebig komplexer. So liegt es nahe, das Verhalten der Schutzschalter in einer Simulation zu testen: Reagieren sie auch wie erwartet? In der erforderlichen Kürze der Zeit? Bei den verschiedensten Betriebssituationen? Bei Überlast oder Unterlast, bei Strom- und Spannungsspitzen?

"Ich war in Kuba mit meinem Simulationsprogramm schon recht weit gekommen", erzählt Orlys Ernesto Torres Breffe. "Aber die Praktiker in den Walzwerken glaubten bisher nicht, dass die Simulation die Wirklichkeit tatsächlich adäquat abbildet. Hier an der TU Clausthal hatte ich zum ersten Mal die ideale Konfiguration aus einem Hochleistungsrechner und einem realen Netz, mit der ich überprüfen konnte, ob meine simulierten Schutzschalter sich so verhalten wie die echten", berichtet Ernesto Torres Breffe. Mit dem Ergebnis dieses Testes ist er sehr zufrieden; die Simulation trifft die Realität.

"Herr Torres ist ein hoch engagierter Wissenschaftler. Es war eine Freude, ihn hier zu haben. Wir freuen uns über den gewonnenen Kontakt und dass die Zeit für ihn hier nützlich war", sagt Dr. Dirk Turschner vom Institut für Elektrische Energietechnik.
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