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Ausstellung in der RUB: Schätze aus der Berliner Ärztebibliothek

21.02.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

"Schätze aus der Berliner Ärztebibliothek" zeigt die Universitätsbibliothek (UB) der RUB: Die Republik Georgien hat die Bücher - so genannte "Beutekunst" aus dem zweiten Weltkrieg - vor kurzem an Deutschland zurückgegeben. Sie gehören zum umfangreichen Bestand der ehemaligen Deutschen Ärztebibliothek Berlin und sind zunächst in der UB zu sehen, ehe sie ihre neue Heimat im Institut für Geschichte der Medizin der RUB finden. Die Ausstellung wird am kommenden Donnerstag, 25. Februar 2004, um 17 Uhr eröffnet.


Exponate der Ausstellung: das Auge (aus dem Atlas der Anatomie des Menschen, 1860) ...
... und der Stachelschweinmann aus "The Porcupine-Man", 1802 Bochum, 19.02.2004
Nr. 58


Schätze aus der Berliner Ärztebibliothek
Ausstellung in der Universitätsbibliothek
Rückgabe von "Beutebüchern" aus Georgien


"Schätze aus der Berliner Ärztebibliothek" zeigt die Universitätsbibliothek (UB) der RUB: Die Republik Georgien hat die Bücher - so genannte "Beutekunst" aus dem zweiten Weltkrieg - vor kurzem an Deutschland zurückgegeben. Die Bücher gehören zum umfangreichen Bestand der ehemaligen Deutschen Ärztebibliothek Berlin. Sie sind zunächst in der UB zu sehen, ehe sie ihre neue Heimat im Institut für Geschichte der Medizin der RUB finden. Die Ausstellung wird am kommenden Donnerstag, 25. Februar 2004, um 17 Uhr eröffnet, die Medien sind herzlich willkommen.

Medizin, Botanik und Zoologie

Die Deutsche Ärztebibliothek Berlin hatte ihren Ursprung im preußischen Militärwesen und diente später der zivilen medizinischen Literaturversorgung in ganz Deutschland. Aus dem zurückgekehrten Bestand werden in der Bochumer Ausstellung einige besonders interessante und schöne Stücke gezeigt, darunter kunstvolle Illustrationen aus Medizin, Botanik und Zoologie sowie historische Gerätschaften.

Wertvoller und wissenschaftlich bedeutsamer Bestand

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben sowjetische Truppen in großem Umfang deutsches Kulturgut in die Sowjetunion abtransportiert. Bis zur politischen Wende in Europa wusste man im Westen wenig über dessen Verbleib. Schon in den neunziger Jahren hatten die unabhängig gewordenen Republiken Georgien und Armenien in großzügiger Weise umfangreiche Bücherbestände, die in diese früheren Sowjetrepubliken gelangt waren, auf der Basis geltenden Völkerrechts zurückgegeben. Nun hat Deutschland aus Georgien einen weiteren wertvollen und wissenschaftlich bedeutsamen Bestand erhalten, und zwar einen kleinen Teil der ehemaligen Deutschen Ärztebibliothek Berlin. Nach Absprache mit der "Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz" finden die Bände ihre neue Heimat am Institut für Geschichte der Medizin der Ruhr-Universität Bochum.

Unterstützung durch die Bundesregierung

Die Rückführung konnte auch dank der politischen und logistischen Unterstützung der Bundesregierung (Deutsche Botschaft Tiflis, Auswärtiges Amt, Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und Medien) erfolgreich abgeschlossen

werden.

Dauer und Öffnungszeiten

Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit des Instituts für Geschichte der Medizin an der Ruhr-Universität Bochum mit der Universitätsbibliothek entstand, ist in der Universitätsbibliothek Bochum auf der Etage 1 bis zum 30. April 2004 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr.


Weitere Informationen

Gisela Ogasa, Referat für Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsbibliothek Bochum, Tel. 0234/32-22383, E-Mail: gisela.ogasa@rub.de, Internet: http://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/DigiBib/Aktuelles/Schaetze.html
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