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Steigende Unternehmensinsolvenzen im Gebiet der EU-Osterweiterung

21.02.2004 - (idw) Universität Leipzig

Am 23. Februar 2004 (9 Uhr, Hörsaalgebäude, Hörsaal 19, Universitätsstraße) wird der 5. Leipziger Insolvenzrechtstag an der Universität Leipzig eröffnet. Er gehört als bedeutendes Erfahrungs- und Fortbildungsforum zu den bundesweit größten Veranstaltungen dieser Art.

Für deutsche Unternehmer und Investoren werden die Bestimmungen grenzüberschreitender Insolvenzen in der EU bei ihren Unternehmens- und Standortentscheidungen immer wichtiger. Geregelt werden diese in der EU-Verordnung über Insolvenzverfahren, die ab dem 1. Mai 2004 auch auf das Gebiet der so genannten EU-Osterweiterung gilt.

Laut Wirtschaftauskunft Creditreform nahmen die Insolvenzen in Polen, Tschechien, Litauen, Ungarn, Slowakei, Lettland und Slowenien binnen Jahresfrist um 3 Prozent zu. In diesen Ländern existiert oftmals noch kein ausgereiftes, nach westeuropäischem Muster funktionierendes Insolvenzrecht mit entsprechenden Gerichten und Praxiserfahrungen. Investitionsentscheidungen im EU-Beitrittsgebiet können gerade von den Folgen einer Eröffnung eines Insolvenzverfahrens maßgeblich beeinflusst werden. Was ist, wenn der polnische oder ungarische Vertragspartner zahlungsunfähig wird? Können Hypotheken an in Tschechien oder Litauen gelegenen Grundstücken verwertet werden? Welche Kompetenz erhält der Insolvenzverwalter und unter welchen Umständen kann auf das Vermögen in Deutschland zurückgegriffen werden? Mit solchen und weiteren für die Praxis aktuellen Fragen zum Insolvenzrecht beschäftigen sich auf dem 5. Leipziger Insolvenzrechtstag rund 300 Fachleute aus Justiz, Wirtschaft und Wissenschaft.

''Wir wollen Insolvenzverwaltern, Richtern, Bankenvertretern und Wissenschaftlern ein Forum für den Dialog einräumen, um aktuelle Probleme aus wissenschaftlicher und insolvenzrechtlicher Sicht zu diskutieren", sagt Prof. Dr. Christian Berger, Direktor des Instituts für Anwaltsrecht an der Universität Leipzig und Mitorganisator des eintägigen Symposiums. Während sich in Westdeutschland der Anstieg der Unternehmensinsolvenzen im zurückliegenden Jahr leicht verlangsamt hat, ist der Trend in Ostdeutschland inzwischen bereits rückläufig. Vorrangiges Ziel der seit 1999 geltenden neuen Insolvenzordnung ist, Unternehmen möglichst zu erhalten und Arbeitsplätze zu retten.

Pressekontakt:
Pietro Nuvoloni, dictum media
Tel. 0221 / 120 98 20

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Christian Berger
Telefon: 0341 97 35310
E-Mail: cberger@uni-leipzig.de
www.insolvenzrechtstag.de
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