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Dynamik des Konsumwandels in Afrika

24.02.2004 - (idw) Universität Bayreuth

Am 27./28. März im Afrikazentrum der Universität Bayreuth IWALEWA-Haus
Internationaler Workshop mit Erklärungsansätzen, Fallstudien und Interpretationen


Bayreuth (UBT). In Nordnigeria werden blumenverzierte Emailkochtöpfe, farbenfrohe Plastiktassen und ähnliche Utensilien, die in ihren Herkunftsländern als Alltagsobjekte gefertigt wurden, häufig als Prestigeobjekte an exponierter Stelle des Frauenraums zur Schau gestellt. Im Senegal hat der Brühwürfel die Küchen erobert - zunächst die der privilegierten städtischen Konsumentenschichten, inzwischen auch im dörflichen Raum. Dies sind zwei Beispiele des Konsumwandels in Afrika, dessen Dynamik am 27. und 28. Februar an der Universität Bayreuth von internationalen Experten untersucht werden soll. Erklärungsansätze, Fallstudien und Interpretationen werden bei diesen Workshop geboten, der im Afrikazentrum der Universität, dem IWALEWA-Haus, (Münzgasse 9) stattfindet und sich als Teilprojekt des Bayreuther Sonderforschungsbereichs und Forschungskollegs zum lokalen Handeln in Afrika im Kontext globaler Einflüsse definiert.

Die Dynamik des Konsumwandels gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Veränderungen in Afrika. Neue Formen des Konsums, neue Vorlieben und ein veränderter Umgang mit Dingen spielen in städtischen wie ländlichen Gesellschaften eine zentrale Rolle. Die neuen Güter, die in diesem Prozeß zu begehrten Objekten oder zu solchen des Anstoßes werden, kommen zum großen Teil von außerhalb Afrikas und stehen damit für globale Einflüsse.

In Afrika wie andernorts sind globale Güter Zeichen neuer Identitäten und dienen als Medium des Ausdrucks von innergesellschaftlicher Differenzierung. Daneben gilt es aber auch, der Beharrung der Dinge die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht wenige Güter des Alltags verweigern sich einer herausgehobenen Bedeutung, sind
aber dennoch unentbehrlich, da für die Menschen keine Möglichkeit der Wahl besteht.

Das in den letzten Jahrzehnten viel diskutierte Konzept vom Lebensstil ist eine wichtige Grundlage für die Erklärung von Konsumexpansion und -differenzierung sowie der Entstehung immer neuer Formen des Konsums. Gleichzeitig basiert dieses Konzept auf einer Vorstellung verschiedener Milieus innerhalb einer Gesellschaft. Wissenschaftler fragen deshalb, inwieweit es in sozial und ökonomisch weniger differenzierten Gesellschaften Afrikas, etwa im ländlichen Raum, es so etwas wie verschiedene Lebensstile gibt, welche Wege des spezifischen Ausdrucks diese finden
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