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Risikomanagement im Kontext der wertorientierten Unternehmensführung

24.02.2004 - (idw) Universität Bayreuth

Hauptpreis der Bayerischen Landesbank an Bayreuther Ökonomen
5.000 Euro für Dr. Klaus Wolf - zwei neue Ansätze

Bayreuth / München (UBT). Risikomanagement im Kontext der wertorientierten Unternehmensführung - so hieß das Thema der Doktorarbeit von Dr. Klaus Wolf, der in der vergangenen Woche dafür mit einem der beiden mit jeweils 5.000 Euro ausgezeichneten Hauptpreisen der Bayerischen Landesbank (BayernLB) ausgezeichnet wurde. Unter dem Motto "Wer Spitzenleistungen fordert, muss sie fördern" waren am 18. Februar in München neben den beiden Hauptpreisen weitere zehn Förderpreise der BayernLB verliehen worden. Die Landesbank zeichnet seit zehn Jahren mit ihrem Wissenschaftspreis hervorragende Dissertationen und Habilitationen aus, die an bayerischen Universitäten abgeschlossen wurden und sich bankwirtschaftlichen Fragestellungen widmen.

Die Dissertation von Preisträger Dr. Klaus Wolf, die er am Lehrstuhl für Betriebeswirtschaftslehre V (Produktionswirtschaft - Industriebetriebslehre) bei Professor Dr. Jörg Schlüchtermann geschrieben hatte, kombiniert zwei wichtige Entwicklungsströme in der Managementlehre der letzten Jahre: Einerseits die wertorientierte Unternehmensführung und andererseits das Risikomanagement.

Die wertorientierte Unternehmensführung hat sich insbesondere in international agierenden Kapitalgesellschaften seit einigen Jahren fest etabliert. Handlungsbedarf ergibt sich heute weniger aus der Frage, ob Unternehmen sich dem Gedanken des Shareholder Value verpflichtet fühlen sollten, als viel mehr der Frage nach dem wie.

Gleichzeitig stehen die Unternehmen vor der Aufgabe, Risikomanagementsysteme zu entwickeln und einzuführen. Lange Zeit wurde das Thema Risikomanagement rein reaktiv behandelt, waren die Unternehmen lediglich bestrebt, die Vorgaben des Gesetzgebers zu erfüllen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es aber für jedes Unternehmen unverzichtbar, ein solches Risikomanagementsystem einzuführen, das nicht nur dem sogenannten Corporate Governance Rechnung trägt, sondern auch eine originären betriebswirtschaftlichen Nutzen erzielen kann. Diese Forderung nahm Dr. Wolf zum Anlass, beide Bereiche zu einem geschlossenen Gesamtsystem zu integrieren.

Neben dem konzeptionellen Anspruch verwirklichte die Doktorarbeit des Preisträgers in zwei speziellen Bereichen neue Ideen auf. Einerseits sind es theoretische Impulse für die risikoadjustierte Eigenkapitalallokation. Im Kern überträgt Dr. Wolf Konzepte, die sich in den letzen Jahren im Banken-Sektor durchgesetzt haben, auf das Portfoliomanagement von Industriebetrieben.

Der andere Bereich, in dem der neue Preisträger wertvolle Forschungsarbeit leistet, ist die Verknüpfung der strategischen Portfolioplanung mit der operativen Steuerung der Unternehmen. Er schlägt vor, finanzielle, strategische und prozessuale Aspekte gleichermaßen zu berücksichtigen und entwickelt ein integriertes Konzept mit der Analyse der Erfolgsfaktoren des Unternehmenswertes.

Für seine nun auch preisgekrönte Arbeit erhielt Dr. Wolf im vergangen Jahr die Bestnote "summa cum laude". Wolf war damals der erste Fachhochschulabsolvent, der an der Rechts- und Wirtschaftswissenschafltichen Fakultät der Universität Bayreuth promoviert wurde.
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