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Vom Hörsaal in die UNO: Studierende simulieren in New York

24.02.2004 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr eine Delegation der Uni Würzburg am Planspiel "National Model United Nations" (NMUN) in New York teilnehmen. Dort betätigen sich die 16 Würzburger gemeinsam mit mehr als 3.000 anderen Studierenden aus aller Welt als Diplomaten: Eine Woche lang werden sie die Arbeit der UNO simulieren.


Die Würzburger NMUN-Delegation. Die Würzburger sollen bei dem Planspiel Sierra Leone vertreten - das ärmste Land der Welt. Sie stehen nun vor der Herausforderung, sich in eine unbekannte Kultur und in ein politisch völlig anderes Umfeld hineinzuversetzen. Sierra Leone befindet sich nach jahrelangem Bürgerkrieg am Anfang eines schwierigen Demokratisierungsprozesses, der über die zukünftige Stabilität und Entwicklung des Landes entscheiden wird.

Betreut von der Würzburger Politikwissenschaftlerin Gisela Müller-Brandeck-Bocquet, arbeitet sich die Gruppe bei wöchentlichen Treffen, Themengruppen und Workshops zurzeit intensiv in verschiedene Fachbereiche der UNO ein. Ebenso lernen die Nachwuchswissenschaftler wichtige Verfahrensregeln, das Verfassen von Resolutionen und üben sich in der Verhandlungssprache Englisch. Unterstützt werden sie dabei von einem wissenschaftlichen Beirat, dem unter anderem Würzburgs Unipräsident Axel Haase angehört.

Die aufwändige Vorbereitung und insbesondere die Kosten für die Konferenz in New York stellen die Studierenden auch vor finanzielle Herausforderungen. Um ihr ehrgeiziges wissenschaftliches Hochschulprojekt dennoch zu verwirklichen, ist die Würzburger Delegation auf der Suche nach Förderern. Unterstützung gewähren ihr bereits die Robert-Bosch-Stiftung (Stuttgart), die Haniel-Stiftung (Duisburg), Mercedes Benz Würzburg, das Modehaus Wöhrl, die Sparkasse Mainfranken sowie die Marktgemeinde Elsenfeld (Landkreis Miltenberg).

Nach dem Abschluss der Konferenz, die vom 6. bis 10. April stattfindet, ist ein ausführlicher wissenschaftlicher Nachbericht geplant. Außerdem soll auf lange Sicht eine Projektgruppe NMUN an der Uni Würzburg etabliert werden. Das Planspiel wird seit 1946 jährlich von den Vereinten Nationen organisiert. Stets setzen sich dabei Studierende mit aktuellen globalen Problemen auseinander und lernen die komplexe Praxis internationaler Beziehungen und Kooperationen kennen.

Die Würzburger Delegierten sind: Kavita Ahluwalia, Christian Amon, Jochen Arnold, Robert Czech, Chantsaldulam Dashzeveg, Martin Fink, Simone Horstmann, Eva Issing, Manuela Lubig, Jochen Moninger, Susanne Scherer, Eva Stürmer, Thomas Walter, Michael Wölfelschneider, Simone Zeiner und Frank Albert. Sie kommen aus den verschiedensten Fächern, unter anderem aus den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie der Politischen Wissenschaft, aber auch aus der Biologie oder den Altertumswissenschaften.

Weitere Informationen gibt es beim PR-Team der Delegation, Robert Czech, T (0931) 46 55 730, E-Mail:
robertczech81@yahoo.de
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