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"Rauchfrei 2004 - 10.000 Euro zu gewinnen" - Start der bundesweiten Kampagne zum Rauchstopp

25.02.2004 - (idw) Deutsches Krebsforschungszentrum

Gemeinsame Pressemitteilung:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und
Deutsches Krebsforschungszentrum stellen Kampagne vor

Zum dritten Mal rufen das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu Deutschlands größter Rauchstopp-Aktion auf. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist Schirmherrin der Aktion.

Ziel von "Rauchfrei 2004" ist es, möglichst viele Raucherinnen und Raucher in Deutschland zu motivieren, vier Wochen lang, ab dem 1. Mai 2004, nicht zu rauchen und ihnen damit den langfristigen Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit zu erleichtern. Die Aktion startet bereits am Aschermittwoch, dem 25. Februar 2004, um den Raucherinnen und Rauchern ausreichend Zeit zur Vorbereitung ihres Ausstiegs zu geben.

Die Kampagne bietet Motivation zum Rauchverzicht auch durch finanzielle Anreize: Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro sind zu gewinnen. Beteiligen können sich auch Nichtraucher: Wenn sie Raucherinnen und Raucher zur Teilnahme motivieren und während des Ausstiegs aktiv unterstützen, haben sie die gleichen Gewinnchancen wie Raucher - sie müssen sich auf der Anmeldung als Helfer eintragen.

Teilnahmekarten sind in allen Apotheken sowie in den Geschäftsstellen der AOK und der Barmer Ersatzkasse erhältlich. Die Anmeldung kann auch online erfolgen unter www.rauchfrei2004.de

"Jedes Jahr sterben in Deutschland zwischen 110.000 und 140.000 Menschen an den Folgen des Rauchens", so die Schirmherrin des Wettbewerbs, Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. "Die Zahl ist dramatisch und macht deutlich, dass wir in unseren Anstrengungen gegen das Rauchen nicht nachlassen dürfen und nicht nachlassen werden. Nichtrauchen ist dabei der beste Weg, damit es gar nicht erst zu gesundheitlichen Schäden kommt.
Der Wettbewerb "Rauchfrei 2004" ist eine große Chance, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich hoffe, dass sich möglichst viele Raucherinnen und Raucher, aber auch Helfer, an dem Wettbewerb beteiligen."

"Die Lebenserwartung von Rauchern liegt deutlich unter der von Nichtrauchern. Während 80% der Nichtraucher das 70. Lebensjahr erreichen, gelingt dies nur 50-70% der Raucher, abhängig von der Anzahl der gerauchten Zigaretten" erklärt Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum. "Rauchfrei 2004" bietet Rauchern die Motivation zum Rauchstopp. Erwartet wird eine Beteiligung von über 100 000 Teilnehmern."

Die Ergebnisse der letzten Nichtraucherkampagne
"Rauchfrei 2002 - 10.000 Euro zu gewinnen!" sind ermutigend:
Über 90 000 Raucherinnen und Raucher nahmen im Jahr 2002 teil. In einer Stichprobenbefragung 12 Monate nach der Kampagne gaben 22% der Teilnehmer an, seit der Aktion Nicht-raucher zu sein, weitere 39% der Teilnehmer haben ihren Konsum reduziert. Dieses Ergebnis zeigt, dass durch eine massenmediale Kampagne Verhaltensänderungen angestoßen werden können, die dauerhaft sind.

"Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fördert mit Nachdruck diese ermutigende Kampagne, bei der auch jugendliche Raucherinnen und Raucher angesprochen werden", erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "38 Prozent der 12 bis 25-Jährigen Jugendlichen rauchen, wie die jüngste Repräsentativuntersuchung der BZgA aus dem Jahr 2001 zeigt. Vor allem in der Gruppe der 12 bis 17-Jährigen ist die Raucherquote Mitte der 90er Jahre angestiegen und seitdem auf einem hohen Niveau geblieben. Nikotin ist neben Alkohol nach wie vor das Suchtmittel Nummer 1. Deshalb gilt es ganz besonders, die Jugendlichen vom Rauchen abzuhalten bzw. Wege zum Nichtrauchen aufzuzeigen. Indem wir die Aktion "Rauchfrei 2004" nun schon zum dritten Mal in Deutschland durchführen steigt ihr Bekanntheitsgrad von Mal zu Mal. Sie ist ein wichtiger Impuls für viele Menschen, die mit dem Rauchen aufhören wollen", so Dr. Pott.

Eine Vielzahl von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen unterstützen die Aktion aktiv, darunter die Bundesärztekammer, Bundeszahnärztekammer, Deutsche Herzstiftung, Deutsche Lungenstiftung, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, Bundesvereinigung für Gesundheit, Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren, Deutscher Sportbund, Krankenkassen, Gesundheitsämter, Kliniken, Praxen, Betriebe wie DaimlerChrysler, Audi, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Siemens und viele andere.

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