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Biotechnologisches Fachchinesisch ins Deutsche übersetzt

15.04.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Wartburgtagung vom 6.-8. Mai stellt neueste Erkenntnisse aus Humanbiotechnologie und Stammzellforschung verständlich dar. Noch freie Teilnehmerplätze. Pressegespräch am 8.5.

Jena (14.04.04) Symbolträchtige Wartburg: Hier übersetzte Luther die Bibel ins Deutsche und machte so das Neue Testament der Öffentlichkeit zugänglich. Solche Übersetzungsarbeit will auch die Tagung leisten, die vom 6.-8. Mai auf der Wartburg stattfindet. Renommierte Naturwissenschaftler, Juristen, Ethiker sowie Kirchenvertreter wollen ihre Argumente zu Fragen der Humanbiotechnologie beispielsweise zur Stammzellforschung allgemein verständlich darlegen. Organisatoren der "Wartburgtagung" sind Thüringens Forschungsministerin Prof. Dr. Dagmar Schipanski und Prof. Dr. Nikolaus Knoepffler von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Lehrstuhlinhaber für Angewandte Ethik beschreibt das Tagungsziel folgendermaßen: "Die Tagung will die Grundlage dafür schaffen, dass in der Öffentlichkeit über bioethische Fragen informiert nachgedacht werden kann. Wir wollen eine aufgeklärte gesellschaftliche Meinungsbildung ermöglichen."

Unlängst äußerte sich der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker kritisch darüber, dass die Öffentlichkeit sich durch Scheinargumente beeinflussen lasse. Winnacker, der als Referent geladen ist, stellt fest, dass das diskussionsrelevante Basiswissen noch nicht weit verbreitet ist. So wenden sich viele gegen die Stammzellforschung ohne zu wissen, was Stammzellen überhaupt sind, wo sie vorkommen, welche Arten es gibt und welche Möglichkeiten sich aus der Forschung ergeben können. "Dieser Unwissenheit entgegenzuwirken ist das zentrale Anliegen unsere Tagung", betont Prof. Knoepffler. Was nicht bedeute, dass die Wartburgtagung eine Werbeveranstaltung für humanbioethische Forschung darstellen soll.

Dagegen spricht auch die Auswahl der Referenten. Erwartet werden u. a. der ehemalige Kulturstaatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, die Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard, Landesbischof Prof. Dr. Christoph Kähler, der Philosoph Prof. Dr. Gianni Vattimo aus Turin sowie der Strafrechtler Prof. Dr. Carlos Romeo Casabona von der Universität des Baskenlandes. "Die Aufklärung der Öffentlichkeit soll das Argumentationsniveau erhöhen, aber auch die differenzierte Sensibilität für ethische Fragen fördern, die die Humanbiotechnologien betreffen", wünschen sich die Tagungsorganisatoren.

Die Teilnehmerzahl für die Tagung ist begrenzt. In den Tagungsgebühren von 160 Euro sind die Kosten für die Mahlzeiten, diverse Imbisse sowie für den Transportservice zum Tagungshotel und Informationsmaterial enthalten. Anmeldungen sind noch möglich bei Gisela Schmidt im Ethikzentrum der Universität Jena (Zwätzengasse 12, 07743 Jena), telefonisch unter 03641 / 945800 oder per E-Mail: schmidt@wartburgtagung.de.

Hinweis für die Medien:

Am Samstag, 8. Mai, findet um 11 Uhr ein Pressegespräch statt, zu dem die genannten Referenten anwesend sein werden. Ort: Wappensaal des Hotels auf der Wartburg (99817 Eisenach). Die Vertreter der Medien sind recht herzlich eingeladen.

Kontakt und Infos:
Stefan Lorenz Sorgner
Tel.: 0175 / 7501322
E-Mail: sorgner@wartburgtagung.de
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