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America's Japan, Japan's Japan and Asia's Japan

16.04.2004 - (idw) Universität Leipzig

Antrittsvorlesung des Leibnizprofessors im Sommersemester 2004, Kang Sang Jung, von der University of Tokio zum Thema "America's Japan, Japan's Japan and Asia's Japan" im Sommersemester 2004.

Zeit: 21. April 2004, 17:00 Uhr
Ort: Vortragssaal der Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6

Eingeladen sind Hochschullehrer, Studenten und die interessierte Öffentlichkeit.
Im Anschluss an die Antrittsvorlesung lädt Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, Sprecher des Wissenschaftlichen Direktoriums des Zentrums für Höhere Studien, zu einem kleinen Empfang ein.

Professor Kang Sang Jung ist gegenwärtig einer der medial präsentesten Wissenschaftler Japans. Als Vertreter des linksliberalen Lagers diskutiert sich Professor Kang durch politische Fernsehtalkshows, die ihm nicht zuletzt wegen seiner rhetorischen Fähigkeiten zu Berühmtheit verhalfen. Ebenso bekannt ist Professor Kang als Vertreter der in Japan ansässigen koreanischen Minderheit für deren Belange er sich öffentlich und in Zusammenarbeit mit NGOs (Non-governmental organizations) einsetzt. Er übt Kritik an der japanischen und amerikanischen Politik gegenüber Nordkorea, die er auch journalistisch äußert. Das findet auch in anderen asiatischen Ländern und den USA Beachtung.

Nach seiner Promotion in politischer Philosophie und der intensiven Auseinandersetzung mit Max Weber war er an mehreren japanischen Universitäten als Lektor und Assistenzprofessor tätig, bis er als erster in Japan lebender Koreaner Professor an der University of Tokyo wurde. Dort ist er seit 1996 am Institute of Social Information and Communication Science beschäftigt und befasst sich mit Themen wie dem Mediensystem des Nachkriegsjapans im Zusammenhang mit Nationalismus, nationaler Identität und der Aufarbeitung der Kriegsvergangenheit. Er untersucht Berührungspunkte zwischen dem Mediensystem und neuen Konzepten im Kontext kultureller Veränderungen durch die heutige Globalisierung in den verschiedenen Sozialwissenschaften. Weiterhin gilt sein Interesse japanischen Medien in Gebieten, die während des 2. Weltkrieges von Japan kolonialisiert waren. Durch seine gesamten Forschungsaktivitäten zieht sich die Beschäftigung mit den wechselseitigen Wahrnehmungen Japans, "Asiens" und des "Westens". Auch seine Lehrtätigkeit als Leibnizprofessor greift diese Problematik auf.

Die Leibnizprofessur ist Forschungsprofessur an der Universität Leipzig, die semesterweise mit einem führenden Gelehrten bestzt wird. Sie ist mit der Verpflichtung verbunden, Lehrveranstaltungen aus dem engeren Forschungsvorhaben des Inhabers oder der Inhaberin für Studierende zu halten und ein auf interdisziplinäre Kommunikation gerichtetes Kolloquium mit Kollegen und Graduierten durchzuführen. Die Leibniz-Professur ist am Zentrum für Höhere Studien eingerichtet. Sie soll interdisziplinäre Forschung und Graduiertenausbildung befördern und gleichzeitig internationale Kontakte
vertiefen. Hierbei

Seit der Errichtung der Leibnizprofessur 1994 haben Physiker, Philosophen, Kulturwissenschaftler, Historiker, Literaturwissenschaftler und Linguisten, Kognitions- und Neurowissenschaftler die Leibnizprofessur inne.


weitere Informationen Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer
Telefon: 0341 97-35821
E-Mail: stekeler@uni-leipzig.de
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