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Beste Diplomanden stellen aus

16.04.2004 - (idw) Kunsthochschule Berlin-Weißensee - Hochschule für Gestaltung

Kunst und Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Die acht im letzten Herbst von einer hochkarätigen Jury ausgewählten Diplomanden der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB) stellen jetzt die prämierten und andere Arbeiten vor. Zu sehen sind innovative Designkonzepte für eine Güterstraßenbahn und einen Busfahrer-Arbeitsplatz ebenso wie ungewöhnliche künstlerische Installationen, eine Videoarbeit und außergewöhnliche Mode-Kollektionen. Die Arbeiten der Träger und Trägerinnen des von der Mart Stam Gesellschaft, dem Förderverein der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, vergebenen Mart Stam Förderpreises 2003, spiegeln das Spektrum und die Breite der künstlerisch-gestalterischen Ausbildung an der Kunsthochschule bestens wider. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (neun Hefte in einem Schuber, 12.- Euro, gesponsert von Werner Gegenbauer).

Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB)
Mart Stam Förderpreis 2003
Dimitrji Gorbatschov - Liina Klauss - Ricarda Mieth - Ulrike Mohr - Mi-Kyeng Oh - Jan Vietze - Britta Winkler - Inna Wöllert
Industrie- und Handelskammer Berlin, Foyer, Fasanenstraße 85
Eröffnung: Donnerstag, 22. April 2004, 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 23. April bis 6. Mai 2004
montags bis freitags von 9.00 - 17.00 Uhr

Der Mart Stam Förderpreis wurde 2003 zum sechsten Mal vergeben und wird auch in diesem Jahr wieder ausgeschrieben. Insgesamt haben 45 Absolventen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB) seit 1997 von der Nachwuchsförderung der Mart Stam Gesellschaft profitiert. Viele von ihnen behaupten sich inzwischen im In- und Ausland erfolgreich in (teilweise eigenen) Designbüros oder als freie Künstler. Der Mart Stam Förderpreis besteht aus einer Ausstellung und einem dazugehörigen Katalog.


Die preisgekrönten Arbeiten:

Dimitrij Gorbatschov: "Güterstraßenbahn" betreut von Professor Helmut Staubach

Dimitrij Gorbatschovs Idee ist es, ein Schienentransportsystem innerhalb von Städten zu schaffen, dass es ermöglicht Kunden mit großem kontinuierlichem Ladungsaufkommen zu beliefern: Eine Straßenbahn für den Gütertransport. Durch ein Container-System sollen mehrere Kunden auf einer Fahrt bedient werden können.


Liina Klauss: "Straßendecke Berlin - Die Entdeckung verdeckter Urbanität" betreut von Professor Christine Perthen

Die Oberfläche der Straßendecke wird "eins zu eins in eine textile gestrickte Fläche übertragen." Diese wird durch verschiedene Techniken weiterverarbeitet. Ausgehend von einem Grundschnitt werden Einschnitte durchgeführt, die Bekleidungsstücke gefilzt/gewalkt und somit entstehen völlig unterschiedliche Größen und Formen. Es entsteht eine Kollektion, die den "ästhetischen Wert" der Berliner Straßen zeigt.


Ricarda Mieth alias Rica Reich: "M 1:1" betreut von Professor Karin Sander

Das Territorium wird überschaubar. Maßstabsgetreu verortet, kann man es allenfalls mit den Fingerspitzen durchstreifen. Die Topografien sind Aufzeichnungen von der eigenen Oberfläche. Rica Reich wirft einen kartografischen Blick auf ihre Körpergrenze. Vermessen trägt sie ihre Haut zu Markte. Jedes Mal ist in den Karten verzeichnet. Die Karte als Grundriss für Projektionen.


Ulrike Mohr: "Zwei Anordnungen" betreut von Professor Karin Sander /Inge Mahn

Ulrike Mohrs Arbeiten sind Eingriffe in die Natur. So hat sie auf einem ehemaligen Appellplatz in Wünsdorf wild wuchernde Kiefern zunächst ausgegraben und in militärischer Anordnung neu eingepflanzt. In ihrem Projekt "acer platanoides" hat sie die Blätter eines Ahorns miteinander vernäht, womit der Baum sein Blätterkleid länger trägt und dem natürlichen Kreislauf entrissen wird.


Mi-Kyeng Oh: "Ein Lied für Gott" betreut von Professor Katharina Grosse

Die Studentin hat ein "sichtbares" Lied geschaffen, mit Hilfe eines alltäglichen Gegenstandes, einem rot-weißem Absperrband. Mi-Kyeng Oh will "den Betrachter inspirieren, sein Alltagsleben selbst kreativ umzugestalten". Dabei geht es ihr "nicht nur um sichtbare Dinge, sondern ebenso um die unsichtbaren - geistigen Dinge".


Jan Vietze: "Citybus Cockpit - Next Generation" (Professor Helmut Staubach)

Jan Vietze will die Situation der Busfahrer an ihrem Arbeitsplatz verbessern. Sein Konzept sieht die digitale Erstellung eines persönlichen Fahrerprofils vor. Mit Hilfe einer Chipkarte soll jeder Busfahrer seinen auf ihn persönlich zugeschnittenen Platz vor Antritt der Fahrt zum Beispiel auf seine Körpergröße einstellen können.


Britta Winkler: "Zwischenräume - Zwischen Räumen" (Professor Christine Perthen)

"In wie weit kann Gestaltung unter mathematischen Gesichtspunkten analysiert werden? Wie viel Ordnung verträgt Gestaltung?" Diesen Fragen geht Britta Winkler in ihren Entwürfen nach. Mit einem trapezförmigen Kleid als Basis entwickelt sie ein spezielles Gestaltungs-System. Eine Reihung, die sich "als thematische Ordnung, als Koordination variierender Teile unter einem übergeordneten Prinzip" versteht.


Inna Wöllert a.k.a. inna todisko: "pandora box" betreut von den Professoren Roland Schimmelpfennig und Heidi Brambach

Die Arbeit von inna todisko ist eine Rauminstallation zum Thema "artifizielle Frau". Ausgangspunkt ist die Figur der Pandora aus der griechischen Mythologie. Die Bühnenbildnerin spannt den Bogen bis zu Melanie Daniels, der Protagonistin aus Hitchcocks Film "The Birds". In der IHK stellt inna todisko die Video-Arbeit "Acapulco" vor.

Näheres unter http://www.kh-berlin.de.
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