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Die Grube Messel - ein Archiv der Evolution Neue Ausstellung im Senckenberg-Museum, Frankfurt a. M

27.06.2002 - (idw) Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg

es ist soweit: ab dem 29. Juni 2002 werden den Besuchern des Naturmuseums Senckenberg in einer aktualisierten Messelfossilien-Ausstellung etliche neue tertiäre Schätze aus dem UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel, nördlich von Darmstadt, präsentiert.


Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Krokodil
Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Grube Messel Darunter, als herausragendes Fundstück, die trächtige Urpferdchen-Stute "Mutter mit Kind". Weitere fossile Raritäten wie ein Urschwein, ein Tapir, eine Echse, verschiedene Vögel, ein kleines Krokodil und auch versteinerte Pflanzenteile, die nach ihrer wissenschaftlichen Bearbeitung künftig der Öffentlichkeit gezeigt werden, sind u.a. auch wichtige Belege dafür, dass es vor etwa 50 Millionen Jahren ganz anders in der Region ausgesehen hat.

Zur "Zeit der Morgenröte" bestand die Vegetation aus einem üppigen Urwald mit Palmen und Lorbeergewächsen, die in dem damals vorherrschenden subtropischen Klima gut gedeihen konnten.

Die im Laufe von Jahren aus dem Ölschiefer des heutigen UNESCO-Weltnaturerbes 'Grube Messel' geborgenen Funde geben uns heute eine konkrete Vorstellung von der Flora und Fauna des einstigen Messel-Sees und seiner Umgebung zur Zeit des Eozäns. Der Informationsreichtum der Fossilien geht dabei weit über den Nachweis von Arten hinaus: Besonderheiten im Körperbau zeigen die Lebensweise der Tiere, Mageninhalte lassen Rückschlüsse auf die Ernährung zu und einige Stücke geben sogar Aufschluss über Fortpflanzungsstrategien und lassen uns heute Zusammenhänge längst vergangener Lebensgemeinschaften und damit auch heutige Gegebenheiten besser verstehen.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am 28.06.2002 um 19:00 Uhr im Senckenberg-Museum Frankfurt.

Prof. Dr. Fritz F. SteiningerDirektor des Forschunginstituts und Naturmuseums wird mehr als 250 Gäste begrüßen.
Staatssekretär Frank Edgar Portz, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, wird eine Ansprache halten und
Dr. Stephan Schaal, Leiter der Abteilung Messelforschung, wird einen Vortrag mit dem Titel
"44 neue Fossilien aus Messel" halten.
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