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34 Preise für kreatives Nachdenken oberfränkischer Jung-Mathematiker

22.07.2004 - (idw) Universität Bayreuth

Am oberfränkischen Regionalwettwerb der "Fürther Mathematikolympiade" (FüMO) nahmen dieses Jahr 210 Schülerinnen und Schüler teil, von denen nun 34 am 28. Juli an der Uni Bayreuth mit Preisen ausgezeichnet werden.

Bayreuth (UBT). Mit der Preisverleihung geht in diesen Tagen die 12. Auflage der "Fürther Mathematikolympiade" (FüMO) zuende, der bayerische Mathematikwettbewerb für fünfte bis achte Klassen. Die Preise des Regionalwettbewerbs Oberfranken, der wieder von dem Bayreuther Mathematiker Professor Dr. Thomas Peternell (Lehrstuhl Mathematik I) organisiert wurde, findet am 28. Juli (11Uhr, Hörsaal H 18, Gebäude NW II) in der Universität Bayreuth statt. Die Preise werden durch Regierungspräsidenten Hans Angerer als Schirmherrn und durch den Vorsitzenden des Universitätsvereins Dipl.-Ing. Wolfgang Ramming als Sponsor vergeben.
In zwei Runden waren jeweils drei Aufgaben zu Hause zu bearbeiten. An der ersten Runde beteiligten sich 210 Schüler aus 21 oberfränkischen Gymnasien, davon qualifizierten sich 100 für die zweite Runde. Prämiert werden 34 Arbeiten mit 8 ersten, 13 zweiten und 13 dritten Preisen. 13 der Preisträger sind Mädchen. Die Bayreuther Preisträger sind Carolin Spies (WWG, 1. Preis), Johannes Brauer (WWG, 2. Preis), Lorenzo Catanese (GMG, 1. Preis) und Maike Hartlehnert (GMG, 3. Preis). Das Gymnasium Pegnitz stellt gleich 6 Preisträger: Fabian Hofmann und Tobias Friedrich (1. Preis), Bastian Englhardt, Arian Kühl und Alena Kraus (2. Preis) sowie Andreas Neukum (3. Preis).
Ziel des Wettbewerbs ist es, Schüler an mathematische Probleme heranzuführen, deren Lösung intensives Nachdenken erfordert. Es ist also Kreativität gefragt; die Methode zur Lösung ist nicht, wie fast immer in der Schule, vorgegeben. Eine große Schwierigkeit besteht dann auch darin, die eigenen Gedanken präzise und verständlich zu formulieren und zu Papier zu bringen. Das ist eben etwas anderes, als nur Zahlen in fertige Formeln einzusetzen. Bei der Beschäftigung mit solchen Problemen merken dann die Schüler, dass Mathematik gar nicht so "gefährlich" ist und viel Spaß machen kann.
Professor Peternell: "Die Hoffnung, dass durch den Pisa-Schock eine Aufwertung der Mathematik in der Schule erfolgt und mehr Zeit für eine intensive Beschäftigung mit Aufgaben bleibt, die eine gewisse Kreativität erfordern, ist vielleicht trügerisch; denn selbst an den Universitäten gibt es ja Tendenzen, das Studium immer mehr zu verschulen.". Um so wichtiger sind nach seiner Auffassung solche Wettbewerbe. Hier ist die FüMO ein idealer Einstieg; es folgen der Landeswettbewerb und dann der Bundeswettbewerb Mathematik, und es gibt noch weitere solcher Veranstaltungen. Es wird also heute viel getan, um Schüler an die Mathematik heranzuführen, natürlich auch mit der Hoffnung, noch mehr Studenten für dieses Fach gewinnen zu können, das ein großes Zukunftspotential hat angesichts der zunehmenden Mathematisierung vieler Disziplinen.

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