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2. Europäische Konferenz über Textilien und Haus in Stuttgart:

23.07.2004 - (idw) Hohensteiner Institute

Antimikrobielle Textilien - medizinische Aspekte, Sicherheit, Marketing


Die 2. Europäische Konferenz über Textilien und Haut beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema "Antimikrobielle Textilien - medizinische Aspekte, Sicherheit, Marketing". Bönnigheim (hm) - Am 30. September und 1. Oktober 2004 findet im Stuttgarter SI-Erlebnis-Centrum die 2. Europäische Konferenz über Textilien und Haut statt. Gemeinsamer Veranstalter sind das Forschungszentrum Hohensteiner Institute, Bönnigheim, die Hautklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie das Deutsche Textilforschungszentrum Nordwest e. V., Krefeld, die sich im April 2002 zum "Kompetenzzentrum Textilien und Haut" zusammengeschlossen haben und auf interdisziplinärer Basis an textilen Innovationen forschen, mit denen sich die Diagnose und Therapie von Hautkrankheiten künftig verbessern lassen.
Themenschwerpunkt der internationalen Fachkonferenz mit 18 Referenten aus Deutschland und den Vereinigten Staaten ist der wachsende Markt bioaktiv ausgerüsteter Textilprodukte, die nicht nur im technischen Bereich und im Gesundheitswesen zum Einsatz kommen, sondern auch in der Freizeit und beim Sport immer beliebter werden.
Im einzelnen geben die Fachvorträge einen Überblick über bereits bestehende Anwendungen und Wirkprinzipien antimikrobieller Textilien und gehen auf ihre Marktbedeutung ein. Ein weiteres wichtiges Anliegen der Konferenz ist die Diskussion von bioaktiven Produkteigenschaften unter medizinischen und rechtlichen Gesichtspunkten sowie die Beurteilung der Sicherheit solcher Textilien. Last but not least befassen sich die teilnehmenden Textilwissenschaftler und Dermatologen mit der Frage nach geeigneten Wirkungsnachweisen für antimikrobielle Ausrüstungen und ihrer technologischen Weiterentwicklung.
Wie bereits anlässlich der ersten Fachkonferenz über Textilien und Haut vor zwei Jahren erwarten die Veranstalter von der interdisziplinären Perspektive der Tagung wichtige Impulse sowohl für eine optimale Gesundheitsversorgung als auch für die Textilindustrie. Allein im Medizinbereich besteht angesichts von rund fünf Millionen Neurodermitis-Kranken, zwei weiteren Millionen von Patienten mit Schuppenflechte und bis zu drei Millionen Arbeitnehmern mit berufsbedingten Dermatosen ein großer Bedarf an wirksamen Therapiemöglichkeiten, die dank innovativer Textilien mit bioaktiven Eigenschaften künftig deutlich verbessert werden könnten.
Für Neurodermitiker ist schon heute silberbeschichtete Bekleidung erhältlich, deren glatte Oberfläche die Tragebelastung der gereizten Haut minimiert und durch ihre antibakterielle Wirkung vor Infektionen schützt. Geht es nach den Experten des "Kompetenzzentrums Textilien und Haut", werden in absehbarer Zeit aber auch eine Reihe weiterer Textilprodukte mit selbstregulierender Funktion zur Marktreife gelangen, welche die Behandlung bestimmter Hautkrankheiten gezielt unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei Textilien mit integrierten Depotmolekülen im Mikro- bzw. Nanometermaßstab, die beim Tragen pflegende oder heilende Substanzen an die Haut des Patienten abgeben. Die als Trägermolekül dienenden Cyclodextrine lassen sich praktisch auf jede Textilfaser aufbringen und mit unterschiedlichen Wirkstoffen befüllen. Durch die Körperwärme werden diese kontinuierlich und über lange Zeiträume freigesetzt und ermöglichen dadurch eine schonende und nachhaltige Therapie.
Bioaktive Textilausrüstungen können in Krankenhäusern und Pflegeheimen aber auch entscheidend dazu beitragen, die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern. Dies gilt sowohl für die Berufskleidung von Ärzten und Pflegepersonal als auch für Ausstattungstextilien wie OP-Unterlagen und gewinnt im Hinblick auf die immer älter werdende Bevölkerung und bisher unbekannte Infektionskrankheiten wie SARS zunehmend an Aktualität.
Nähere Informationen zur Zielsetzung und den einzelnen Themen der
2. Europäischen Konferenz über Textilien und Haut erhalten Sie bei Dr. Helmut Mucha, Forschungszentrum Hohensteiner Institute, Bönnigheim, Telefon +49 7143 271-433, E-Mail h.mucha@hohenstein.de.
Das detaillierte Vortragsprogramm sowie eine Anmeldemöglichkeit zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage der Hohensteiner Institute unter der Adresse www.hohenstein.de/textiles_skin.htm.

Schloss Hohenstein, 5. Juli 2004

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