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Unternehmertag 2004

26.07.2004 - (idw) Hohensteiner Institute

Hohensteiner Institute informieren über Produktinnovationen


Ministerpräsident Erwin Teufel betonte bei seiner Rede anlässlich des Unternehmertages 2004 in Ludwigsburg die entscheidende Rolle von Forschung und Entwicklung für den Industriestandort Baden-Württemberg.
Bereits erfolgreich am Markt: Spezialwäsche für Neurodermitiskranke, die durch die Abgabe von Silberionen antibakteriell wirkt. BÖNNIGHEIM (ri) Am 13. Juli trafen sich im Ludwigsburger Forum die Mitglieder der baden-württembergischen Arbeitgeberverbände zum Unternehmertag 2004. Das international renommierte Textilforschungszentrum Hohensteiner Institute in Bönnigheim demonstrierte in diesem Zusammenhang anhand ausgewählter Produktinnovationen stellvertretend die Leistungsfähigkeit der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen im Land. Nicht zuletzt durch die konsequent zukunftsorientierte Förderpolitik des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums konnten diese ihre Bedeutung für die heimische Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten ständig ausbauen.

Die entscheidende Rolle von Forschung und Entwicklung für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg betonte auch Ministerpräsident Erwin Teufel bei seiner Rede vor den rund 600 anwesenden Unternehmern und Vertretern des öffentlichen Lebens. So betrage der Anteil der Bildungs- und Forschungsaufwendungen rund 42% des Landeshaushaltes. Mit Aufwendung für Forschung und Entwicklung in Höhe von 4% des erwirtschafteten Bruttosozialproduktes nähme Baden-Württemberg die Spitzenposition unter allen Bundesländern ein und läge auch im internationalen Vergleich auf einem der vorderen Plätze. In den Investitionen in Bildung und Forschung sieht Teufel den Garant für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Südwestens. Gegenüber Billiglohnländern könnten sich die heimischen Hersteller nur mit Innovationen und ausgefeilten Nischenprodukten erfolgreich behaupten.

Entsprechend groß war dann auch das Interesse der Wirtschaftsvertreter an den, von den Hohensteiner Instituten präsentierten Entwicklungen: Im Rahmen des von der Landesstiftung Baden-Württemberg finanzierten Projektes "Solartex" ist es weltweit erstmals gelungen, flexible Solarpanels in Kleidung zu integrieren. Die netzunabhängige Stromversorgung über Solarzellen und Akkus wird von Experten als Meilenstein auf dem Weg zur Kleidung der Zukunft gesehen, die z. B. mit mobiler Kommunikations- und Unterhaltungselektronik oder Systemen zur Krankheitsüberwachung versehen sein wird und einen entsprechenden Energiebedarf hat. In Ludwigsburg zeigten die Hohensteiner Wissenschaftler einen in Zusammenarbeit mit der Firma Tempex und weiteren Projektpartnern produzierten Prototypen einer Warnjacke, bei der über Solarpanels in der Schulterpartie ausreichend Strom für das Aufladen von Akkus erzeugt wird, über die in der Dunkelheit LED-Leuchten betrieben werden können. Das High-Tech-Textil soll z. B. bei Waldarbeitern gegenüber herkömmlicher Warnkleidung einen verbesserten Schutz bieten, da sie nicht auf die Reflektionswirkung durch externe Lichtquellen angewiesen ist. Die autonome Stromversorgung für Handys, MP3-Player oder Laptops ist eine Jeansjacke mit integrierten Solarzellen, die ebenfalls im Rahmen des Projektes "Solartex" von der Firma Bogner konzipiert wurde.

Schon am Markt befindlich ist Spezialwäsche für Neurodermitiker. Von den Fasern des Materials werden während des Tragens Silberionen abgegeben, die für die Reduktion schädlicher Bakterien auf der Haut sorgen. Wie die Hohensteiner Forscher mit ihren Untersuchungen nachgewiesen haben, lässt sich damit das Krankheitsbild der Neurodermitis und damit die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern. Mit der entsprechend guten Resonanz am Markt sind die Spezialtextilien aus silberummantelten Fasern ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen im Land sowie Beleg für die Erfolgsperspektiven des Forschungs- und Industriestandortes Deutschland.

Schloss Hohenstein, 15. Juli 2004

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