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Promotion à l'Americaine

27.07.2004 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Neues englischsprachiges Ph.D.-Programm am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften

FRANKFURT. Neue Wege geht der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften mit dem Angebot eines vierjährigen Ph.D.-Programmes in Economics, das im kommenden Wintersemester startet. Die bis zu 25 Teilnehmer sollen sich gleichermaßen für eine internationale Karriere in Wissenschaft und Wirtschaft qualifizieren. Mit dem Konzept will der Fachbereich aber auch einen zukunftsweisenden Akzent in der aktuellen Elitediskussion setzen.

Das neue und in seiner Struktur in Deutschland bislang einmalige Programm orientiert sich bewusst an weltweit führenden und auch in der Praxis stark nachgefragten Vorbildern aus den USA. Zugleich soll den absehbar sich ändernden Studienstrukturen durch die Einführung von BA- und MA-Studiengängen Rechnung getragen werden; so setzt etwa die Aufnahme in das Programm keinen Diplomabschluss voraus.

Mit einem intensiven, spezifisch für den Ph.D. Abschluss entwickelten Kursprogramm in den ersten beiden Studienjahren legen die Initiatoren des neuen Programmes einen starken Akzent auf die Lehre. Dies soll für die Studierenden die Grundlage für wirtschaftswissenschaftliches Arbeiten auf höchstem internationalen Niveau legen und zugleich eine fundierte Einarbeitung in gegenwärtige Forschungsthemen ermöglichen, die den Studierenden die individuelle Promotionsthemenfindung erleichtern wird. Inhaltlich wird die Lehre auf die Kernbereiche der Mikro- und Makroökonomik sowie der Ökonometrie fokussiert sein, mit weiteren Spezialisierungsangeboten in der Finanzwirtschaft und der Politischen Ökonomie.

Prof. Michael Binder, einer der Initiatoren und der Direktor des Programmes: "Wir unterscheiden uns damit vom Modell des herkömmlichen Graduiertenkollegs deutscher Prägung, in dessen Rahmen lediglich ein Jahr Lehre vorgesehen ist. Großen Wert legen wir auf Vermittlung des methodologischen Rüstzeuges; daher sind strikte Leistungskontrollen vorgesehen. Einen hohen Stellenwert werden aber auch Diskussion und Kommunikation haben; so werden wir im Rahmen von wöchentlichen Workshops den Teilnehmern Foren bieten, neue Ideen und Impulse zu bekommen." Binder hob hervor, dass man dazu auch fachbereichsinterne Strukturen aufgebrochen habe: "Das Moment der professurenübergreifenden Vernetzung spielt dabei eine ganz wichtige Rolle."

Prof. Binder ist sicher, mit dem neuen Programm eine Nachfragelücke zu schließen: "Bereits jetzt liegen uns eine Reihe interessanter Bewerbungen vor, obwohl wir unser Programm bislang fast gar nicht bewerben konnten." Auch die Resonanz des Finanzplatzes Frankfurt sei außerordentlich vielversprechend.

Die bis zu 25 Teilnahmeplätze werden direkt von der Auswahlkommission des Programmes vergeben. Voraussetzung für eine Bewerbung ist die Absolvierung eines mindestens sechssemestrigen Studiums (nicht notwendigerweise in den Wirtschaftswissenschaften); ein erster Studienabschluss ist nicht zwingend erforderlich. Da alle Veranstaltungen in englisch angeboten werden, sollten Interessenten über sehr gute Englischkenntnisse verfügen. Weiterhin sind hervorragende analytische Denkfähigkeit und eine sehr gute gute mathematische Begabung für die erfolgreiche Teilnahme am Programm unabdingbar. Eine Finanzierung der Teilnahme ist derzeit über die Beantragung externer Stipendien und, für fortgeschrittenen Studierende, durch Anstellung als wissenschaftliche(r) Mitarbeiterin(in) möglich; auf absehbare Zeit wird es auch exklusive, von Förderern zur Verfügung gestellte Stipendien für dieses Programm geben.

Bewerbungsschluss für einen Beginn im Wintersemester ist der 1. September; die Bewerbungen sind an die Programmkoordinatorin Marina Medina, Ph.D. Program in Economics, Mertonstraße 17, Fach 79, 60325 Frankfurt, zu richten; Telefon: 069 / 798 23116; Fax: 069 / 798 28655. Die notwendigen Unterlagen für die Bewerbung sind unter www.wiwi.uni-frankfurt.de/phd erhältlich. Bewerbungsschluss für den Studienbeginn im Wintersemester 2005/2006 wird der 1. Februar 2005 sein.

Kontakt: Prof. Michael Binder, Ph.D.; Professur für VWL, insb. Internationale Makroökonomik und Empirische Wirtschaftsforschung; Mertonstraße 17, Fach 79, 60325 Frankfurt; Tel.: 069/798-23132; Fax: 069/798-28655; E-Mail: mbinder@wiwi.uni-frankfurt.de

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