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Risiken für die öffentliche Gesundheit

28.07.2004 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Bei der umfassenden Bewertung möglicher Risiken für die öffentliche Gesundheit setzt die EU-Kommission künftig auf den wissenschaftlichen Sachverstand einer Medizinerin des Universitätsklinikums Münster (UKM): Als einzige Wissenschaftlerin aus Deutschland hat die Europäische Kommission Privatdozentin Dr. Dorothea Stahl, Oberärztin am Institut für Transfusionsmedizin, zum Mitglied des neu gegründeten wissenschaftlichen Beratungsausschusses "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" ernannt. Neben der Münsteranerin gehören diesem Ausschuss zwölf Experten aus acht anderen europäischen Staaten an.

Die Arbeit von Dorothea Stahl in diesem hochkarätigen Gremium wird sich insbesondere auf die Sicherheit von Blut und Blutprodukten sowie transplantierter Gewebe und Organe konzentrieren. Auf diesem Gebiet, das einen ganz wesentlichen und sensiblen Bestandteil der Ausschuss-Arbeit darstellt, gilt die 40jährige Medizinerin international als ausgewiesene Expertin. Im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit steht dabei zur Zeit die Rolle der körpereigenen Abwehr gegen Blutzellen - ein Thema, das auch Gegenstand ihrer soeben erfolgreich abgeschlossenen Habilitation war, mit der sie die Lehrbefugnis für Transfusionsmedizin und Klinische Immunologie erlangt hat. Die besondere Expertise der münsterschen Wissenschaftlerin kommt nicht zuletzt auch in diversen zusätzlichen Qualifikationen zum Ausdruck, so beispielsweise in der Zusatzbezeichnung "Ärztliches Qualitätsmanagement", dem Pariser Universitätsdiplom für Immunologische Therapie sowie der Akkreditierung als Fachgutachterin für medizinische Laboratorien.

Aufgabe des neuen Ausschusses der EU-Kommission ist die Erstellung von Gutachten zu Fragen im Zusammenhang mit neu auftretenden oder neu identifizierten Risiken für die Verbrauchersicherheit und die öffentliche Gesundheit. Die Mitglieder repräsentieren ein breites Spektrum des wissenschaftlichen Fachwissens aus ganz Europa. Wie der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar David Byrne nach der Ernennung der Wissenschaftler betonte, sei er "sehr zufrieden mit dem hohen Maß an wissenschaftlicher Fachkompetenz". Die wissenschaftliche Risikobewertung bilde den Kern der EU-Gesundheits- und Verbraucherschutzpolitik. "Wir
benötigen Wissenschaftler und wissenschaftliche Beratung von Weltrang", so Byrne, "wenn wir erfolgreich sein wollen."
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