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Kassel: "Student Service for International Business Contacts (SIB)"

04.07.2002 - (idw) Universität Kassel

Kassel. Für die Kulturwelle hr 2 des Hessischen Rundfunks ist die documenta 11 in Kassel ganz klar ein Mega-Thema: Als Medien-Partner der größten internationalen Kunstschau der Welt ist auf hr 2 seit 8. Juni das "documenta-Tagebuch" zu hören, mit 100 Berichten in 100 Tagen über Kunstschaffende und Kunstgenießer, Kunstvermittler und natürlich die Kunstwerke selbst. Wenn die Rundfunk-Journalistin Stefanie Zimmermann dafür Beiträge produziert und es mit Künstlern aus aller Welt zu tun bekommt, deren Werke und kultureller Hintergrund deutschen Hörern nahe gebracht werden sollen, greift sie gerne auf die Hilfe der Universität Kassel zurück. Die nämlich bietet für solche Fälle einen besonderen Service an: den "Student Service for International Business Contacts", kurz SIB genannt. Dabei handelt es sich um einen Pool von internationalen Studierenden, die bereit sind, kulturelle, landeskundliche und notfalls auch sprachliche Probleme im Umgang mit internationalen Partnern zu überbrücken.

Kassel. Für die Kulturwelle hr 2 des Hessischen Rundfunks ist die documenta 11 in Kassel ganz klar ein Mega-Thema: Als Medien-Partner der größten internationalen Kunstschau der Welt ist auf hr 2 seit 8. Juni das "documenta-Tagebuch" zu hören, mit 100 Berichten in 100 Tagen über Kunstschaffende und Kunstgenießer, Kunstvermittler und natürlich die Kunstwerke selbst. Wenn die Rundfunk-Journalistin Stefanie Zimmermann dafür Beiträge produziert und es mit Künstlern aus aller Welt zu tun bekommt, deren Werke und kultureller Hintergrund deutschen Hörern nahe gebracht werden sollen, greift sie gerne auf die Hilfe der Universität Kassel zurück. Die nämlich bietet für solche Fälle einen besonderen Service an: den "Student Service for International Business Contacts", kurz SIB genannt. Dabei handelt es sich um einen Pool von internationalen Studierenden, die bereit sind, kulturelle, landeskundliche und notfalls auch sprachliche Probleme im Umgang mit internationalen Partnern zu überbrücken.

Insgesamt sind an der Kasseler Universität internationale Studierende aus 110 Ländern der Welt eingeschrieben. Im Rahmen des SIB stehen derzeit etwa 80 Studierende auf Anfrage zur Verfügung - mit ihren vielfältigen landeskundlichen, kulturellen und auch fachlichen Kompetenzen und mit ihren Erfahrungen in Deutschland: gleichsam als Brückenbauer internationaler Zusammenarbeit.

Von A wie Afghanistan bis W wie Weißrussland reicht die Liste der Herkunftsländer, die derzeit im Kasseler SIB-Pool vertreten sind, so Dr. Bernt Armbruster, Leiter der Abteilung Information und Internationale Beziehungen der Universität. Die Kompetenzen des SIB-Pools, so Armbruster, umfassen damit ein überaus reichhaltiges interkulturelles Reservoir einschließlich von ca 40 Sprachen rund um den Globus, darunter nicht nur gängige Weltsprachen wie Englisch, Spanisch, Portugiesisch oder Französisch, sondern auch so wichtige asiatischen Sprachen wie Chinesisch, Japanisch, Hindi oder Koreanisch, ebenso wie Sprachen aus der afrikanischen oder slawischen Sprachenwelt. Auch die fachliche Breite der Teilnehmer am SIB-Pool der Uni sei beachtlich. Sie beschränke sich keineswegs auf die einschlägigen Sprachwissenschaften, sondern erstrecke sich z.B. auch auf den Technikbereich, die Kunst oder die Wirtschaftswissenschaften.


Kontaktaufnahme über Internet oder Telefon
Das Verfahren, um Unterstützung durch den SIB-Pool in Anspruch zu nehmen, ist sehr unkompliziert: Über das soeben eingerichtete Internet-Portal für die Wirtschaft auf der Homepage der Universität erreicht man den SIB-Pool mit einem Klick, wo man Wünsche online übermitteln kann (die URL Adresse ist: http://www.uni-kassel.de/aaa/SIB_Pool/). Ansprechpartnerin in der Universität ist Kristin Gagelmann (Telefon: 0561/804-2540, E-mail: gagelman@uni-kassel.de ) . Sie managt den SIB-Pool, prüft, ob geeignete Studierende zur Verfügung stehen, recherchiert falls erforderlich zusätzlich und benennt sie dem jeweiligen Nachfrager, der dann direkt Kontakt aufnehmen kann und alles weitere unmittelbar mit den studentischen Helferinnen und Helfern klärt. Dazu gehört auch, dass für eine gute Leistung durchaus eine Gegenleistung erfolgen sollte. Dies zu vereinbaren, ist allerdings Sache der Partner selbst, so Dr. Armbruster. Dabei könne er sich allerdings vorstellen, dass sich zwischen den internationalen Studierenden der SIB sowie Unternehmen und Einrichtungen der Region interessante Begegnungen ergeben. So gelinge es möglicherweise, hochqualifizierte internationale Mitarbeiter auch nach ihrem Studium oder ihrer Weiterqualifizierung an der Universität in der Region zu halten. Zugleich biete sich für die internationalen Studierenden die Chance, mit deutschen Institutionen und Unternehmen in Kontakt zu kommen und ihre eigenen Erfahrungen in Deutschland zu erweitern. "So profitieren beide Seiten von dieser Initiative", freut sich Dr. Armbruster.

Erfreut zeigte sich auch die HR-Journalistin Stefanie Zimmermann über die Resonanz aus dem SIB-Pool der Universität und machte "Pool-Managerin" Kristin Gagelmann ein Kompliment: "Die Unterstützung ist hervorragend und dahinter steckt sehr viel Engagement". Selbst Absolventin der Kasseler Uni ist sie durchaus froh, auch in ihrem jetzigen Beruf von der Universität und deren internationalen Kontakten profitieren zu können. Ähnlich positiv reagierten andere Einrichtungen, die diesen Service bereits nutzen, wie zum Beispiel die Jugendheime Beiserhaus im nordhessischen Rengshausen im Knüll, die im Umgang mit afghanischen Jugendlichen die Hilfe des SIB-Pools in Anspruch nehmen. Oder ein Ingenieurbüro in Bad Hersfeld, das für Wirtschaftskontakte mit chinesischen Partnern auf Unterstützung aus dem SIB-Pool zurückgriff.

Nachfrage aus der regionalen Wirtschaft noch gering
Gerade von Seiten der nordhessischen Wirtschaft ist die Nachfrage nach dem SIB-Angebot der Universität bis jetzt aber noch überraschend gering, bedauert Dr. Armbruster. "Vielleicht ist dieser Service einfach noch zu wenig bekannt", mutmaßt er


und hofft darauf, dass die Multiplikatoren in den Kammern und bei den Wirtschaftsförderern auf dieses Angebot der Uni verstärkt aufmerksam machen: "In Zeiten der Globalisierung könnten solche Kontakte für Wirtschaftsunternehmen und ihre wachsenden internationalen Verflechtungen überaus wertvoll sein". Schließlich griff die Kasseler Uni mit der Einrichtung des SIB-Pools einen Gedanken auf, der in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Region Kassel entwickelt wurde. Wie deren Repräsentant, der frühere hessische Wirtschaftsminister Alfred Schmidt, unterstreicht, sei auch die nordhessische Wirtschaft auf dem Wege, sich zunehmend international zu verflechten, und zwar sowohl in der Produktion wie in der Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten: "Wir freuen uns deshalb sehr über dieses Angebot der Universität und wollen das unsre dazu beitragen, dass es auf rege Nachfrage stoßen wird". Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft werde die internationalen Studierenden des SIB-Pools im Herbst zu sich einladen, um Informationen auszutauschen und Kontakte zu vermitteln. So profitiere auch die nordhessische Region von der erfolgreichen Internationalisierung der Kasseler Universität.
bar

Hinweis für die Redaktionen:
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie durch Ihre Berichterstattung auf den SIB-Pool aufmerksam machen würden. Falls Sie für weitere Recherchen Kontakt mit den genannten Nutzern aufnehmen möchten, können Sie sich wenden an:

Hessischer Rundfunk, hr 2, Redaktion, Julika Tillmanns, Tel. 069/155-2215

oder direkt an Stefanie Zimmermann, Tel. 0173/1571829

Jugendheime Beiserhaus, Elisabeth Matuszak, Tel. 05685/999-0

Anlagen: Länder, Sprachen, Fachrichtungen im SIB-Pool unter http://www.uni-kassel.de/presse/pm/bilder/Anhang_PM92_02.pdf

Kontakt und weitere Informationen:
Kristin Gagelmann
T: (0561) 804-2540
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