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Neu: VWL-Studium an der Fachhochschule Nürtingen

16.10.1996 - (idw) Fachhochschule Nürtingen

Studiengang Volkswirtschaftslehre erstmals an Fachhoch- schule:

Weiter Horizont mit hohem Praxisbezug

Sichere Arbeitsplaetze bei hohen und steigenden Einkommen - wer wollte das nicht? Volkswirte ueberlegen, wie man zu diesem Ziel gelangen kann. Dabei wird ihnen oft nachgesagt, ueber den Dingen zu schweben. Muss das so sein? Keinesfalls - meint die FH Nuertingen und tritt gleich den Beweis an: im Wintersemester 1996/97 startet sie - als erste Fachhochschule in Deutschland - einen Studiengang Volkwirtschaftslehre, dessen Besonderheit in der Anwendungsorientierung liegt. Die Tore oeffnen sich fuer zunaechst 35 Studierende pro Jahr. Sie sollen in acht Semestern, darunter zwei Praxissemestern, so ausgebildet werden, dass sie reale gesamtwirtschaftliche Probleme anwendungsorientiert analysieren und bearbeiten koennen. Ein Beispiel: Die Studierenden werden nicht nur die Theorien der internationalen Arbeitsteilung lernen. Sie werden vielmehr auch lernen, wie sich die internationale Arbeitsteilung derzeit aendert und wie Politik, Unternehmen sowie Bevoelkerung darauf reagieren koennen. Bereits 101 Bewerber haben sich zum gerade angelaufenen Wintersemester beworben.

Wer sich zum VWL-Studium an der FH Nuertingen entschliesst, findet damit etwas vor, was es noch an keiner deutschen Hochschule gibt. Einerseits bleibt der Blick nicht auf den volkswirtschaftlichen Elfenbeinturm beschraenkt: Die Moeglichkeiten und Grenzen theoretischer Modelle werden in Anwendung auf praktische Fragestellungen ausgelotet. Andererseits reicht der Blick ueber den betriebswirtschaftlichen Tellerrand hinaus: vom unternehmerischen Kosten-Nutzen-Kalkuel ueber die volks- und weltwirtschaftlichen Zusammenhaenge bis hin zu den oekologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sich Wirtschaft und Wirtschaftspolitik zunehmend stellen muessen. Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, verknuepft die Studienkonzeption Generalisten - mit Spezialistenwissen: Nach einem breit angelegten Grundstudium koennen die Studierenden individuelle Schwerpunkte in vier Vertiefungsrichtungen mit hohen Berufschancen setzen - Finanzmaerkte, Non-Profit-Organisationen, Umweltoekonomik, Weltwirtschaft. Die Studierenden brauchen trotzdem keine Uebermenschen zu sein; sie sollten aber Interesse an gesamtwirtschaftlichen Fragestellungen haben und vor quantitativen Methoden, statistischen Daten und englischer Fachliteratur nicht zurueckschrecken.

Im Hinblick auf die Anforderungen der Berufspraxis werden im Studium neben dem Fachwissen zusaetzlich Managementtechniken vermittelt und Schluesselqualifikationen gefoerdert - also die personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen, die Personalverantwortliche zunehmend erwarten (beispielsweise Arbeits- und Praesentationstechniken, Gruppen- und Projektmanagement). Hinzu kommen EDV-Anwenderprogramme, Umgang mit Datenbanken und Wirtschaftsfremdsprachen. Und selbstverstaendlich werden Studierende tatkraeftig unterstuetzt, wenn sie im Ausland einen Studienplatz oder ein Praxissemester anstreben. Stets koennen die Studierenden persoenliche Betreuung erwarten - dank der ueberschaubaren Groesse der Hochschule (2700 Studierende in einer mittelgrossen Stadt zwischen Neckar und Schwaebischer Alb) und der Lehre in kleinen Gruppen. Grossen Wert legt die FH Nuertingen auf einen hohen Praxisbezug, und zwar in allen Phasen des Studiums. Gewaehr dafuer bieten - neben den zwei integrierten Praxissemestern - die langjaehrigen Erfahrungen der Nuertinger Professoren in Wirtschaft und Verwaltung, angewandter Wirtschaftsforschung und Politikberatung. Ueberdies haben Praktiker an der Konzeption des Studiengangs mitgewirkt, und einige haben bereits weitergehende Kooperation zugesagt - bis hin zur Durchfuehrung gemeinsamer Projektstudien. Die engagierte Resonanz der potentiellen Arbeitgeber bestaetigt die FH Nuertingen in ihrer positiven Einschaetzung der Berufsperspektiven fuer die kuenftigen Studierenden. Als chancenreiche Berufsfelder betrachtet werden u.a. strategisch orientierte Abteilungen von Produktionsunternehmen, Banken und Versicherungen; Beratungs- und Informations-Branche; Wirtschaftsjournalismus und oeffentlichkeitsarbeit; Non-Profit-Organisationen wie Verbaende und Kammern, Ministerien, Statistische Aemter, internationale Organisationen.

Naehere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.fh-nuertingen.de.

Faltblatt und Bewerbungsunterlagen erhalten Sie beim Studentensekretariat der FH Nuertingen, Postfach 1349, 72603 Nuertingen, Fax: 07022/201-303, Tel.: 07022/201-347.

Weitergehende Fragen beantwortet Prof. Dr. Margot Koerber-Weik, Senatsbeauftragte fuer den Studiengang VWL, Tel. 07331/22-485, Fax: 07331/22-500, e-mail: koerberweik@asg.fh-nuertingen.de.

Gerhard Schmuecker


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