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4000 Patienten mikrochirurgisch geholfen

14.04.1998 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

4000 Patienten mikrochirurgisch geholfen

Ein ganz besonderes Jubilaeum konnte jetzt an der Klinik fuer Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) begangen werden: Bei 4000 Patienten sind seit 1981 erfolgreich mikrochirurgische Eingriffe vorgenommen worden. Operiert wurden Gefaesse mit einem Durchmesser von maximal einem Millimeter sowie die abseits von Gehirn und Rueckenmark lokalisierten peripheren Nerven.

Die MHH-Klinik unter Leitung von Professor Dr. Alfred Berger zaehlt zu den groessten mikrochirurgischen Zentren Deutschlands, und sie ist zweifelsohne eine der europaweit bedeutendsten Einrichtungen ihrer Art. Die Bilanz im einzelnen: Mikrovaskulaere Gewebeverpflanzungen erfolgten bei rund 1200 Patienten. Dabei werden Gewebestuecke wie Haut, Muskeln oder Knochen samt ihrer kleinen und kleinsten zu- und abfuehrenden Blutgefaesse etwa vom Arm zum Bein versetzt und dort "angeschlossen". So liess sich bei fast allen Betroffenen nicht nur eine Amputation verhindern, sondern in den meisten Faellen auch ein Funktionsausfall der Gliedmasse beheben. Aus-gefeilte Methoden ermoeglichen es inzwischen, Gewebe aus weit entfernten Regionen des Organismus zu entnehmen und zu verpflanzen. Ausserdem konnten 700mal abgerissene Koerperteile replantiert werden - ob Finger, Zehen, Ober- und Unterschenkel, Ober- und Unterarme oder gar sechs Haarskalps und zwei Penisse. Bei circa 2100 Patienten wurden periphere Nerven wiederhergestellt. Allein 700 von ihnen benoetigten einen Eingriff an den komplexen Nervengeflechten in den Armen und Haenden. Mit 27 Knochen, 15 Gelenken, einem dichtgepackten Gewirr an Sehnen, Baendern, Muskeln und eben Nerven ist gerade die Hand sowohl von ihrem Bau als auch in ihren Funktionen hochkompliziert. Insbesondere solche Operationen stellen an Geschicklichkeit und Sehschaerfe des Chirurgen hoechste Anforderungen. Ein Mikroskop hilft dem Operateur, feinste Gewebestrukturen zu erkennen. Beim Naehen eines Blutgefaesses muss er auf Zehntelmillimeter genau arbeiten; die Nadel, die er dafuer benutzt, koennte ein Frauenhaar problemlos durchstechen - und der Faden ist nur zwei Hundertstelmillimeter stark.

Noch Fragen? Dann stehen Ihnen gern der Direktor der Klinik fuer Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der MHH, Professor Dr. Alfred Berger, und Oberarzt Dr. Robert Hierner unter Telefon (0511) 906 - 3423 zur Verfuegung. Dort erhalten Sie auf Wunsch auch Bildmotive zum Thema.

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