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DGN-Jahrestgaung in Leipzig

16.02.1998 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin

vom 1. bis 4. April 1998 in Leipzig

Auf der diesjährigen, 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) vom 1. bis 4. April im Congress Centrum in Leipzig (neues Messegelände) stehen aktuelle Forschungsergebnisse und neue klinische Anwendungen in der Diagnostik und Therapie der sogenannten Volkskrankheiten im Mittelpunkt: Dazu zählen neben der koronaren Herzkrankheit, dem Schlaganfall, Erkrankungen der Schilddrüse und Rheuma vor allen Dingen Krebserkrankungen oder auch Morbus Alzheimer und andere Formen der Demenz. Rund tausend Wissenschaftler aus ganz Europa werden vom 1. bis 4. April in Leizig erwartet. Journalisten aller Medien sind herzlich eingeladen, am gesamten wissenschaftlichen Programm teilzunehmen. In 180 Vorträgen, 33 Referaten und mehr als 200 Posterpräsentationen können Sie sich über den aktuellen Stand der Nuklearmedizin in Forschung und medizinischer Anwendung informieren. Weitere Informationen zur Jahrestagung und zu den Presseveranstaltungen finden Sie auf der www-Site der DGN unter http://www.nuklearmedizin.de Mit dem dort eingerichteten Akkreditierungsformular können Sie sich bequem anmelden oder weitere Informationen anfordern.

Auf zwei Termine am Donnerstag, 2. April 1998, möchten wir jedoch bereits an dieser Stelle aufmerksam machen:

* Pressekonferenz 11.45-13.00 Uhr:

Auf der Pressekonferenz im Pressezentrum werden sechs Referenten über die wichtigsten Schwerpunkte der Tagung informieren und für Fragen zur Verfügung stehen:

Professor Markus Schwaiger (TU München, Klinikum rechts der Isar, Nuklearmedizinische Klinik) wird die Möglichkeiten nuklearmedizinischer Diagnostik im Vorfeld von Herzoperationen umreißen.

Aus Glasgow wird Kim A. Jobst, M.D., erwartet, der über viele Jahre in Oxford die weltweit größte Untersuchung über die Diagnostik der Alzheimerschen Krankheit geleitet hat. Aus Sicht des behandelnden Psychiaters wird er erläutern, wie es mit Hilfe von nuklearmedizinischen Verfahren möglich ist, die Diagnose frühzeitig und mit einer zwei- bis dreimal so hohen Genauigkeit wie bisher zu stellen.

Die nuklearmedizinische Krebsdiagnostik verzeichnete im vergangenen Jahr beachtliche Erfolge mit einem - in der klinischen Anwendung - neuen, bildgebenden Verfahren, der Positronen Emissions Tomographie (PET). Professor Sven N. Reske (Klinikum der Universität Ulm, Abteilung Nuklearmedizin) wird sie über die enormen Möglichkeiten der PET in der Krebsdiagnostik informieren.

In großen Gebieten der Bundesrepublik ist die Jodversorgung nach wie vor mangelhaft, so daß Schilddrüsenerkrankungen immer noch zu den "Volkskrankheiten" zählen. Die Radiojodtherapie ist als effektive, nebenwirkungsfreie und kostengünstige Methode zur Behandlung gutartiger Schilddrüsenkrankheiten inzwischen allgemein anerkannt. Die Dauer der stationären Behandlung der Patienten nach der Radiojodtherapie ist jedoch nach wie vor umstritten. Prof. Harald Schicha (Universität zu Köln, Klinik für Nuklearmedizin und Vorsitzender des Arbeitsausschusses Strahlenschutz der DGN) wird Ihnen unter anderem einen Überblick über die aktuelle Entwicklung in dieser Diskussion geben.

Drei Prozent der bundesdeutschen - vorwiegend weiblichen - Bevölkerung leiden an einer chronisch rheumatischen Polyarthritis, dem Rheuma. Bleibt die medikamentöse Behandlung dieser systemischen Autoimmunerkrankung erfolglos, müssen die am stärksten betroffenen Gelenke gezielt behandelt werden: durch Operation, lokale Injektion von Kortisonpräparaten oder durch die - weitaus weniger belastende - Radionuklidbehandlung. Über den aktuellen Stand der Forschung bei diesem noch viel zu wenig bekannten, schonenden Verfahren wird sie Professor Wolfgang Becker (Universität Göttingen, Abteilung Nuklearmedizin) informieren.

Bei einem Schlaganfall, einer lebensgefährlichen Durchblutungsstörung des Gehirns, besteht nur ein begrenzter Zeitrahmen, um die unterversorgten Gehirnzellen vor dem Absterben zu bewahren. Für die schnelle Behandlung ist es entscheidend, das Ausmaß der Hirndurchblutungsstörung innerhalb kürzester Zeit erkennen zu können. Ein nuklearmedizinisches Verfahren, das diesen Anforderungen gerecht wird, ist die sogenannte Hirnperfusions-Single-Photonen-Emissions- Computer-Tomographie, die Professor Dietmar Schneider (Universität Leipzig, Klinik und Poliklinik für Neurologie) vorstellen und mit alternativen Verfahren vergleichen wird.

Die Pressekonferenz wird moderiert von Frau Ilse Stein, Ressortleiterin Hochschule und Wissenschaft des Göttinger Tageblattes und diesjährige SmithKline Beecham-Preisträgerin.

* Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft der onkologischen Diagnostik", 13.30-15.30 Uhr

Nach Schätzung des Robert-Koch-Institutes in Berlin gab es in Deutschland allein im Jahr 1995 330000 Neuerkrankungen an Krebs. Gleichzeitig sind Tumorerkrankungen eine der häufigsten Todesursachen. Krebsdiagnostik und -therapie zählen daher in der Nuklearmedizin zu den Hauptforschungsschwerpunkten. Insbesondere durch die Positronen Emissions Tomographie (PET) sind in jüngster Zeit enorme Erfolge in der Tumordiagnostik erzielt worden - für die Planung der individuell richtigen Therapie ein maßgeblicher Fortschritt. In unserer Podiumsdiskussion werden Vertreter unterschiedlicher medizinischer Disziplinen erläutern, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die mit der Onkologie befaßten Fachgebiete hat. Dabei werden sie ihre Anforderungen und Erwartungen an die Nuklearmedizin - auch im Vergleich mit anderen Verfahren - darlegen und anschließend mit dem Auditorium diskutieren.

Folgende Referenten werden nach einer kurzen Darstellung ihres jeweiligen Standpunktes als Diskussionspartner zur Verfügung stehen:

* Prof. Sven N. Reske, Ulm, aus Sicht der Nuklearmedizin * Prof. Stefan Meuer, Heidelberg, aus Sicht der Immunologie * Prof. Arnold Ganser, Hannover, aus Sicht der Onkologie * Prof. Axel-Rainer Hanauske, B-Leuven, aus Sicht der EORTC (European Organisation for Research an Treatment of Cancer) * Prof. Peter M. Schlag, Berlin, aus Sicht der Chirurgie * Prof. Friedrich Kamprad, Leipzig, aus Sicht der Radiologie

Weitere Informationen: Heike Jordan Pressereferentin der DGN Tel. 0551/376447 Fax 0551/376447 e-mail: heike.jordan@t-online.de http://www.nuklearmedizin.de


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