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Chirurgie der Adipositas

02.02.1998 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Pressemitteilung vom 02.02.1998 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsklinikum

Kur, Diät oder Magenband bei Fettsucht?

Chirurgische Klinik lädt am 25./26.02.98 zum Adipositas- Symposium ein

Die krankhafte Adipositas (Fettsucht) stellt in den Industrieländern ein ernstzunehmendes, gesundheitspolitisches Problem dar. So fallen jährlich Folgekosten in Höhe von einigen Milliarden Mark zur Behandlung der Begleiterkrankungen, wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Erkrankungen des Bewegungsapperates an. Auch die Lebenserwartung beim extremen Übergewicht ist deutlich verringert. Weiterhin zeigt sich eine drastisch eingeschränkte Lebensqualität der Betroffenen, die auf soziale Isolation bzw. Diskriminierung und reduziertes Selbstwertgefühl sowie erhebliche körperliche Leistungseinschränkung zurückzuführen ist.

Zur operativen Therapie der krankhaften Fettsucht wurde erstmals 1983 von dem amerikanischen Arzt, Dr. Kuzmak, in New Jersey ein Silikon-Magenband im Bereich des oberen Magendrittels eingeführt. Seit fünf Jahren besteht die Möglichkeit, diese Methode der Mageneinengung auch minimal invasiv, also mit wenigen kleinen Hautschnitten durchzuführen.

,Die Chirurgie der Adipositas - Ein neuer Therapieansatz" ist Schwerpunkt eines zweitägigen Symposiums am 25. und 26. Februar 1998, zu dem die Chirurgische Uniklinik nach Magdeburg einlädt. Über 150 Mediziner aus ganz Deutschland sowie namhafte Referenten werden daran teilnehmen. Neben Live-Übertragungen aus zwei OP-Sälen in den Hörsaal stehen auch Themen, wie ,Kur, Diät oder Operation der Fettsucht", ,Bedeutet Dicksein eine gesellschaftliche Ausgrenzung?" sowie ,Die Kosten der Dickleibigkeit für die Gesellschaft" aus Sicht der Krankenkassen auf dem Veranstaltungsprogramm.

An der Chirurgischen Klinik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurden bislang mehr als 100 extrem übergewichtige Patienten mit dieser Operationsmethode behandelt. ,Bei ca. 70 bis 80 Prozent der Patienten stellt sich der gewünschte Erfolg mit einem verstellbaren Silikon-Magenband ein", informiert Dr. med. Dipl.-Ing. Arnold Pier , Oberarzt an der Chirurgischen Klinik, der gemeinsam mit Klinikdirektor Professor Hans Lippert die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung übernommen hat. Dr. Pier: ,Angestrebt wird eine dauerhafte Reduktion des Übergewichts um 50 Prozent in einem Zeitraum von zwei Jahren." Die Magdeburger Uniklinik ist gegenwärtig die einzige Klinik in den neuen Bundesländern, an der diese operative Behandlungsmethode bereits angewendet wird.

Weitere Auskünfte über: OA Dr. med. Dipl.-Ing. A. Pier oder Frau Broschat, Klinik für Chirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg, Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg, Tel. 0391/ 67 15671

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