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Neuer Ansatz für Asthma-Therapie

07.10.1997 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

FSU-Mediendienst

Neuer Ansatz fuer Asthma-Therapie Jenaer Nachwuchswissenschaftler erhaelt Novartis-Stipendium

Jena (07.10.97) Dem Jenaer Diplom-Biologen Martin Johannes Foerster wird am Mittwoch (08.10.97) das Stipendium der ,Novartis-Stiftung fuer therapeutische Forschung" ueberreicht. Seit 1992 foerdert die - seit der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz zu Novartis umbenannte - Stiftung jaehrlich herausragende Nachwuchswissenschaftler an 15 bundesdeutschen medizinischen Fakultaeten mit einem Stipendium.

Der diesjaehrige Jenaer Stipendiat, Martin Foerster (Jg. 1967), ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Dr. Claus Kroegel im Bereich Pneumologie der Universitaets-Klinik fuer Innere Medizin IV. Foerster beschaeftigt sich mit einem besonderen Oberflaechen-Eiweiss auf den fuer das Asthma bronchiale verantwortlichen Entzuendungszellen, auch eosinophile Granulozyten genannt. Diese Zellen zerstoeren nach Pollen- oder Grasallergenkontakt die Oberflaeche der Atemwege. Wie Martin Foerster in mehrjaehriger Arbeit darlegen konnte, tragen diese Zellen ein erst seit kurzem bekanntes Oberflaechen-Eiweiss, das sogenannte CD69, ueber dessen Funktion bisher nur geraetselt wurde. Wie der Jenaer Nachwuchswissenschaftler jetzt darlegen konnte, reguliert das Eiweiss die Ueberlebenszeit eosinophiler Granulozyten und fuehrt so zum vorzeitigen Absterben der Zellen (,physiologischer Zelltod"). Auf diese Weise, so Foerster, kann man die fuer das Asthma bronchiale verantwortliche Zellansammlung in den Atemwegen verhindern.

Die Regulation und genaue Funktionsweise des Prozesses will Foerster in Zukunft untersuchen. Die bisher vorliegenden Ergebnisse versprechen aber bereits heute einen voellig neuen Ansatz, der in Zukunft bei der Behandlung des Asthma eine bedeutende Rolle spielen koennte. Das mit 12.000 Mark dotierte Stipendium der Novartis-Stiftung ermoeglicht es Foerster, seine Forschungen in dieser Richtung voranzutreiben.

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