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RUBs neue UB-Chefin im Dienst

03.05.1996 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Bochum, 03.05.1996 Nr. 81

Dienstantritt an der Ruhr-Universitaet

Universitaetsbibliothek hat nun eine Chefin

Viele Probleme warten auf Frau Dr. Lapp

"Ihr neuer Chef hier im Hause ist eine Chefin," mit diesen Worten stellte der Rektor der RUB, Prof. Dr. Manfred Borman, die neue Leiterin der Universitaetsbibliothek, Leitende Bibliotheksdirektorin Dr. phil. Erdmute Lapp (40), am 2. Mai 1996 dem Stab ihrer Mitarbeiter vor. Sie uebernahm ein schwieriges Amt, an dessen Problemen sich jeder hochkaraetige im Management und Bibiothekswesen ausgebildete Mensch "die Zaehne ausbeissen koennte": Die Universitaetsbibliothek der RUB ist die groesste im ganzen Ruhrgebiet und muss wachsender Finanznot einerseits und gestiegenen Anspruechen andererseits Rechnung tragen, zugleich auch noch innovativ die Trends der computerisierten Kommunikation verarbeiten. Als geistige Lebensader ist sie fuer jeden Erfolg in Forschung und Lehre mitentscheidend.

Zentrale mit 50 Fachbibliotheken staerker vernezten

Als zunaechst wichtigste Aufgabe gilt, das zweischichtige Bibliothekssystem mit Zentralbibliothek und rund 50 Fachbibliotheken noch staerker zu einem kooperativen System zusammenzufuegen, das miteinander vernetzt ist. Somit koennte z. B. die Beschaffung der Literatur besser abgestimmt und die Information ueber den auf dem Campus verfuegbaren Gesamtbestand optimiert werden.

Biographisches

Dr. Lapp uebernahm ihr Amt von dem am 1. November 1995 ausgeschiedenen Ltd. Direktor Bernhard Adams, der seinerseits 1973 Nachfolger des ersten Bibliothekschefs der RUB, Prof. Dr. Guenther Pflug war. Nach ihrem Studium der Slavistik, Anglistik, Amerikanistik und Paedagogik an der Universitaet Hamburg (1974-76), erwarb Dr. Lapp als Stipendiatin an der Indiana University (USA) den Grad des Master of Art (1977). Das erste Staatsexamen legte sie in den Faechern Russisch und Englisch 1980 in Hamburg ab. Anschliessend nahm sie ein Graduiertenstipendium an der Moskauer Lomonosov-Universitaet wahr. 1983 wurde sie mit einer Dissertation zum Thema ,Das Ereignis in russischen Novellen zw. 1877 und 1932" in Hamburg zum Dr. phil. promoviert. Dem folgte das Referendariat in Heidelberg und der Besuch der Bibliotheksschule in Frankfurt /M. mit der Staatspruefung fuer den Hoeheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken (1985). Nach mehreren Stellen als wissenschaftliche Angestelle, wurde Frau Dr. Lapp 1989 stellvertretende Leiterin der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Juelich, deren Benutzerabteilung sie vorstand.

Einstimmigkeit in Auswahlkommission und Senat

Die Bochumer Auswahlkommission hatte sie einstimmig dem Senat der RUB als neue Leiterin der UB vorgeschlagen, der sie ebenfalls einstimmig nominierte. So konnte Dr. Lapp, die kurzfristig zusagte, schon nach vergleichsweise kurzen sechs Monaten die Leitung der UB, die inzwischen von ihrem Stellvertreter, Dr. Heinz-Georg Halbe, wahrgenommen worden war, uebernehmen. Ihm und dem Bueroleiter, Eberhard Herf, dankte Rektor Bormann besonders fuer die geleistete UEberbrueckungsarbeit.

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