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Publikation zur Hochschulreform

26.01.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Bochum, 26.01.1998 Nr. 21

Kreativ: Studienreform Geschichte Neuen Anforderungen gerecht werden Bochumer Historiker schreiben zur Hochschulreform

Das Bochumer M.A.-Reformmodell ist ein treffendes Beispiel für Reformbemühungen in geisteswissenschaftlichen Fächern. Speziell das geschichtswissenschaftliche Studium steht vor einem Umbruch: Neben den äußeren Anforderungen, bedingt durch die allgemeine Hochschulreform, werden auch im Fach selbst Stimmen laut, die eine stärkere Einbindung berufsbezogener Elemente befürworten. Zugleich gilt es, die durch die neuen Medien sich anbahnenden Veränderungen in Forschung und Lehre aufzuarbeiten. Für die notwendige Diskussion solcher Themen hat Privatdozent Dr. phil. Wolfgang Schmale (früher RUB, Fakultät für Geschichtswissenschaft, heute LMU München) 23 Beiträge von Fachkolleginnen und -kollegen zusammengetragen: Unter dem Titel ,Studienreform Geschichte - kreativ", erschienen in der Reihe ,Herausforderungen. Historisch-politische Analysen Bd. 4" (Verlag Dr. Dieter Winkler), geben die Autoren, darunter auch mehrere Wissenschaftler der RUB, einen Einblick in Gegenwart und Zukunft der geschichtswissenschaftlichen Reformperspektiven.

Lebhaftes Bild der Hochschulreform

Insgesamt gliedern sich die Beiträge in fünf Teilbereiche: Gesellschaft und Geschichtsstudium, Geschichtsstudium und Lebenswelt, Geschichtsstudium und berufliche Praxis, Neue Aufgaben und Neue Medien sowie Konzepte und Experimente in der Hochschul- und Bildungspolitik. Sie zeichnen ein lebhaftes Bild von den hochschulinternen Bemühungen zur Modernisierung des Geschichtsstudiums, von den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für eine Reform und von den beruflichen Perspektiven der heutigen Studierenden.

Bochumer Beiträge

Für die RUB berichten Astrid Steger, M.A., Detlef Markmann und Irmhild Wojak über Konzept und Erfahrungen mit dem Reformmodell Magisterstudium. Es gilt als eine wegweisende Einrichtung für das Hochschulwesen: Mit Praktika, EDV- und Sprachkursen, Tutorien und einer permanenten Betreuung durch ein zentrales Koordinationsbüro bietet dieser Studiengang in einigen geisteswissenschaftlichen Fächern, darunter auch der Geschichtswissenschaft, die Möglichkeit, nach bereits sechs Semestern den international vergleichbaren Abschluß eines B.A. (Baccalaureus Artium) zu erlangen - und somit relativ gute Berufsaussichten. Neben diesem Modell stellt Prof. Dr. Werner Bergmann (Lehrstuhl für Historische Hilfswissenschaften, Fakultät für Geschichtswissenschaft der RUB) die Entwicklung der Anwendung neuer Medien dar und zeigt Perspektiven für die Zukunft auf. Das Geleitwort des Bandes verfaßte der 1993 von Bochum nach München berufene und vor wenigen Tagen zum neuen Vorsitzenden des Wissenschaftsrates gewählte Prof. Dr. Winfried Schulze.

Weitere Informationen

Wolfgang Schmale (Hg.): Studienreform Geschichte - kreativ. Herausforderungen - Historisch-politische Analysen Band 4. 416 S., Verlag Dr. Dieter Winkler, Bochum 1997.

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