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Deutsch-Israelische Tagung über Ernährung und Gesundheit

30.07.1997 - (idw) Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

DIfE-Presseinformation

Deutsch-Israelische Tagung ueber Ernaehrung und Gesundheit

Kooperation zwischen Wissenschaftlern beider Staaten wird ausgebaut

Ueber den Zusammenhang von Ernaehrung und Gesundheit diskutierten israelische und deutsche Fachleute vom 29. Juni bis 3. Juli 1997 im Deutschen Institut fuer Ernaehrungsforschung Potsdam-Rehbruecke (DIfE). Veranstalter waren die deutsch-israelische Stiftung fuer wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (G.I.F.) und das DIfE. Unter dem Titel "Impact of nutrition on human health" kamen neueste Entwicklungen der Ernaehrungsforschung zur Sprache. Insgesamt 35 Wissenschaftler referierten zu folgenden Themen:

- Die Rolle von Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen in der Ernaehrung,

- Bedeutung der Lebensmittelverarbeitung fuer den ernaehrungsphysiologischen Wert von Proteinen,

- Die Rolle von Naehrstoffen bei der Genexpression,

- Ernaehrungsabhaengige Krankheiten.

Zusaetzlich fanden zwei Rundtischdiskussionen zur Epidemiologie und zur Rolle ernaehrungsabhaengiger Krankheiten statt.

Der Gedankenaustausch israelischer und deutscher Ernaehrungswissenschaftler brachte fruchtbare Anregungen, da in beiden Laendern eine erhebliche Luecke zwischen dem Gewicht dieser Fragestellungen und den zur Verfuegung stehenden Ressourcen klafft. Der Ernaehrungsforschung wurde sowohl in Israel als auch in Deutschland jahrelang nicht die angemessene Aufmerksamkeit geschenkt. Sogar noch heute gibt es nur eine vergleichsweise kleine Anzahl von Wissenschaftlern, die sich aktiv mit dieser Materie befassen. Die Zusammenarbeit der Wissenschaftler aus Israel und Deutschland ist auch wichtig im Hinblick auf die Bemuehungen beider Laender, die Ernaehrungsforschung durch die Integration moderner zellulaerer und molekularer Methodik voranzutreiben. Ziel der Tagung war es, das gemeinsame Verstaendnis relevanter Probleme zu verbessern und Forschungsbedarf und Loesungen zu definieren. Gemeinsame kuenftige Projekte und Kooperationen waren weitere Zielsetzungen. Es zeichnen sich Partnerschaften auf dem Gebiet des Dickdarmkrebses, der Erforschung der Entwicklung von braunem und weissem Fettgewebe sowie der Untersuchung der Physiologie der Geschmacks- und Geruchswahrnehmung ab.

Die deutsch-israelische Stiftung fuer wissenschaftliche Forschung und Entwicklung wurde durch die Forschungsministerien beider Laender gegruendet. Das Stammkapital, welches in Israel eingezahlt wurde, betraegt 300 Millionen Mark und erzielt eine jaehrliche Zinsausschuettung von etwa 20 Millionen Mark. Aus diesem Fonds gewaehrt die Stiftung Forschungsbeihilfen fuer gemeinsame Forschungsprojekte deutscher und israelischer Wissenschaftler auf allen Gebieten der Wissenschaft einschliesslich der Sozialwissenschaften und der Geisteswissenschaften.

Abruck gestattet/Beleg erbeten

Weitere Informationen: Prof. Dr. med. Christian A. Barth (-216)

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