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Forschung gegen schädlichen Belag

26.05.1998 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Jeder kennt das Problem, zumindest aus der Werbung: Haushaltsgeräte können im Laufe der Zeit verkalken oder von anderen Belägen verunreinigt werden. Löst ein von Rückständen angegriffener Brennstab in der Waschmaschine schon im eigenen Haushalt eine mittlere Krise aus, so bewirkt dasselbe Phänomen in der Industrie Probleme in viel größeren Dimensionen. "Fouling" nennt man die Belagbildung durch Kristallisation und Sedimentation auf wärmeübertragenden Flächen (Wärmetauschern). Neuere Untersuchungen schätzen die durch Fouling verursachten jährlichen Kosten alleine in der Bundesrepublik Deutschland auf 8,5 Milliarden Mark.

Jeder kennt das Problem, zumindest aus der Werbung: Haushaltsgeräte können im Laufe der Zeit verkalken oder von anderen Belägen verunreinigt werden. Löst ein von Rückständen angegriffener Brennstab in der Waschmaschine schon im eigenen Haushalt eine mittlere Krise aus, so bewirkt dasselbe Phänomen in der Industrie Probleme in viel größeren Dimensionen. "Fouling" nennt man die Belagbildung durch Kristallisation und Sedimentation auf wärmeübertragenden Flächen (Wärmetauschern), wie sie zum Beispiel in Pasteurisieranlagen für Milch, bei der Kaffeeröstung und in der Chemischen Industrie vorkommt.

Fouling verursacht nicht nur große technische Probleme (verschlechterter Wärmedurchgang, höherer Druckverlust), sondern führt auch zu höheren Kosten aufgrund von Störungen und Reinigungsstandzeiten. Neuere Untersuchungen schätzen die durch Fouling verursachten jährlichen Kosten alleine in der Bundesrepublik Deutschland auf 8,5 Milliarden Mark. Um das Fouling verringern bzw. vorausberechnen zu können, müssen die physikalischen Vorgänge des Prozesses bekannt sein.

Am 4. und 5. Juni 1998 treffen sich in Braunschweig die Partner des Forschungsprojekts "Entwicklung von Methoden zur Verringerung der Belagbildung an wärmeübertragenden Flächen". Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung neuer konstruktiver Ansätze zur Verringerung bzw. Verhinderung der Belagbildung. Elf Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen aus fünf Ländern der Europäischen Union arbeiten daran mit, darunter das Institut für Verfahrens- und Kerntechnik der Technischen Universität Braunschweig. Die Industriepartner kommen aus Deutschland, Frankreich und Schweden: anwendende Unternehmen der Chemischen und der Lebensmittelindustrie sowie Hersteller von Wärmetauschern. Das Forschungsvorhaben wird seit Dezember 1997 (über einen Zeitraum von drei Jahren) von der Europäischen Union mit mehr als 1,3 Millionen ECU (ca. 2,5 Millionen Mark) gefördert. Hierzu wurde am Institut für Verfahrens- und Kerntechnik der TU Braunschweig, das seit mehr als 15 Jahren auf diesem Gebiet forscht, eine neue Versuchsanlage aufgebaut, mit der sowohl das Kristallisations- als auch das Sedimentationsfouling untersucht werden kann.

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, an der

Besichtigung des Instituts für Verfahrens- und Kerntechnik,
Langer Kamp 7, am Freitag, 5. Juni um 10.00 Uhr,

teilzunehmen und in Wort und Bild darüber zu berichten.

Auskünfte erteilt Dr. Wolfgang Augustin, Tel.: (0531) 391-2789.
Um telefonische Voranmeldung unter dieser Nummer wird gebeten.
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