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Therapeuten mit Pappnase

29.05.1998 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Als das Universitätsklinikum Münster vor fünf Jahren als eines der ersten Krankenhäuser Deutschlands mit großen Erwartungen ein Kulturprogramm für Patienten, Mitarbeiter und Besucher ins Leben gerufen hat, ahnte noch niemand, ob der kühne Versuch Erfolg haben würde. Recht schnell hat sich damals aber gezeigt, daß sich moderne Hochleistungsmedizin mit Jazz und Comedy in der Tat recht gut vereinbaren lassen.

Mittlerweile ist aus dem anfänglichen Modellprojekt längst eine feste Institution geworden. Jährlich rund 600 Veranstaltungen umfaßt das vom Kulturreferat des Klinikums organisierte Programm "Kulturimpulse" mit einer großen Bandbreite an Aktionen und Events, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern. Skurile Gestalten, die mit Pappnase und wilder Schminke durch die Klinikflure stolpern - sie gehören im Alltag des münsterschen Uniklinikums ebenso zum vertrauten Bild wie Ärzte und Schwestern im weißen Kittel.

Mit einer besonderen Attraktion soll jetzt der fünfte Geburtstag des Kulturprojektes gefeiert werden: An die 50 zum Teil prominente Clowns und Clinic-Clowns aus acht Ländern - darunter Peter Shub und Michael Christensen aus den USA, Yanci aus Kanada und Prof. Dr. Ernst "Jonny" Kiphard aus Deutschland - werden zum "1. Europäischen Clinic-Clowns- Festival" vom 8. bis 10. Juni 1998 am Universitätsklinikum Münster erwartet.

Zum Auftakt des Jubiläumsprogramms stehen indes zunächst einmal all die lokalen Künsterinnen und Künstler im Mittelpunkt, die das Kulturprogramm des Klinikums in den vergangenen fünf Jahren immer wieder erfolgreich mit Leben gefüllt haben. In der Cafeteria auf der Ebene 04 West des Zentralklinikums bestreiten sie am Montagabend, 8. Juni 1998, ab 19 Uhr ein vielseitiges Programm für Patienten, Mitarbeiter und Gäste des Klinikums.

Das erste große Treffen der angereisten Clowns beginnt am Dienstagmorgen, 9. Juni, um 9.30 Uhr im Lehrgebäude des Klinikums. Dort, wo sonst Medizinstudenten lernen oder Ärzte tagen, kommen bei der Clinic-Clowns-Konferenz I, der am Mittwochabend eine zweite folgen soll, professionelle Spaßmacher zum durchaus nicht nur spaßigen Erfahrungs- und Gedankenaustausch zusammen. Als Überraschungsgast aus den USA wird Michael Christensen, der künsterische Leiter der Big Apple Circus Clown Care Unit aus New York erwartet, der als Begründer der Clinic-Clowns-Bewegung gilt. Nach der Konferenz am Vormittag stehen am Nachmittag von 14.30 bis 17.30 Uhr im selben Hörsaal im Rahmen sogenannter "Lecture demonstrations" Beiträge von Michael Christensen, Prof. "Jonny" Kiphardt, Peter Shub und Yanci auf dem Programm. Parallel dazu kommen die kleinen Patienten des Klinikums um 15.30 Uhr im "Theater im Flur" auf der Ebene 05 West des Zentralklinikums bei der "Aktion Sonnenstrahl" von Ali Büttners Korbtheater auf ihre Kosten. Besonderer Höhepunkt ist am Dienstag ein großer Gala-Abend mit prominenten Clowns und attraktiven Nummern ab 20.30 Uhr in der Aula am Aasee.

Die am Mittwoch von 9.30 bis 12.30 Uhr wiederum im Lehrgebäude des Zentralklinikums stattfindende Clinic-Clowns-Konferenz II richtet sich nicht nur an Clowns, die in Kliniken tätig sind, sondern darüber hinaus an interessierte ärztliche, pflegerische und pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere von Kinderstationen. Fortgesetzt wird das Jubiläumsprogramm um 14 Uhr mit einem "offenen Podium" über eine mögliche "andere Kultur des Krankenhauses". Bei der Abschlußkonferenz um 16 Uhr werden die Ergebnisse und Erfahrungen der Veranstaltung des 1. Europäischen Clinic-Clowns-Festivals zusammengetragen und mögliche Perspektiven und Kooperationen erörtert.

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