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Physiker aus dem Berliner Paul-Drude-Institut ausgezeichnet

03.06.1998 - (idw) Forschungsverbund Berlin e.V.

Subtile Messmethoden bereichern die Nanometertechnik. Messung einer schwingenden Oberfläche mit atomarer Auflösung stellt eine Pionierleistung dar.
Interessant für das gezielte Design quantenelektronischer Bauelemente sowie Anwendungen im Kernreaktor- und Turbinenbau.

Carl-Ramsauer-Preis 1998 vergeben
Paul-Drude-Institut hat gleich zwei Laureaten unter seinem Dach


Der Physiker Thorsten Hesjedal aus dem Berliner Paul-Drude-Institut für Festkörperelektronik (PDI) gehört zu den 6 erfolgreichen Doktoranden, die am 3. Juni mit dem diesjährigen Carl-Ramsauer-Preis in Berlin ausgezeichnet wurden. Der Preis ist nach dem ehemaligen AEG-Forschungschef benannt und wird von der zur Daimler-Benz AG gehörenden TEMIC TELEFUNKEN microelectronic GmbH jährlich für hervorragende Dissertationen in Physik, Elektrotechnik und verwandten wissenschaftlichen Gebieten an den drei Berliner Universitäten vergeben. Er ist mit je 10 000 DM dotiert.

Thorsten Hesjedal, der gegenwärtig zu einem längeren Studienaufenthalt in den USA weilt, wurde der Preis von der achtköpfigen Jury für seine Arbeit "Untersuchungen an oszillierenden Oberflächen mit akustischer Rastertunnel- und Rasterkraftmikroskopie" (magna cum laude, Arbeitsgruppe Dr. Fröhlich/ Prof. Ploog) zuerkannt.

In der Arbeit sind ihm räumlich hochauflösende Messungen gelungen, die die sogenannten Nanometertechniken bereichern und für eine Reihe von Praxisfeldern sehr interessant sind, darunter das gezielte Design von quantenelektronischen Bauelementen, die Oberflächenveredlung durch dünne Schichten sowie spezielle Anwendungen im Turbinen- und Kernreaktorbau.
Nach Meinung von Experten stellt die Messung einer schwingenden Oberfläche mit atomarer Auflösung eine Pionierleistung dar. Damit können nunmehr nicht nur die statischen, sondern auch die dynamischen Eigenschaften von Festkörpern im Bereich von 10 bis 100 nm bestimmt und mit theoretischen Modellen verglichen werden.

Die weiteren Preisträger sind die Physiker Dr. Sabine Klapp, Dr. Ludwig Bartels (beide Freie Universität), Dr. Michael Ohler (Humboldt-Universität), der Elektrotechniker Dr. Steffen Appel und der Informatiker Armin Zimmermann (beide Technische Universität).

Da Ludwig Bartels inzwischen auch Mitarbeiter am Paul-Drude-Institut ist, hat das PDI derzeit gleich zwei Laureaten unter seinem Dach, was für die Attraktivität der Halbleiterforschung in dem 1992 gegründeten Institut in der Mitte Berlins spricht. Seine Arbeit zum Thema "Mikroskropie, Spektroskopie und Manipulation mit dem Tieftemperatur-Rastertunnelmikroskop auf reinen und adsorbatbedeckten Kupferoberflächen" (summa cum laude, Arbeitsgruppe Prof. Rieder) hatte er jedoch an der FU verfaßt. Für das Paul-Drude-Institut entschied sich der junge Doktorand, weil er sich dort optimal auf seinen bevorstehenden Studienaufenthalt in den USA vorbereiten will.

Kontakt: PDI Berlin, Tel.030/ 20377-352; http://www.pdi-berlin.de
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