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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 4. Juli 2020 

Bundesforschungsminister entschied

04.06.1998 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

RUPRECHT-KARLS-UNIVERSITÄT HEIDELBERG UNIVERSITÄT MANNHEIM UNIVERSITÄT KARLSRUHE (TH)

! Sperrfrist: 4. Juni 98, 14.30 Uhr!


Bundesforschungsminister entschied
gegen "Internationale Tele-Universität"
der badischen Universitäten
- Land prüft Möglichkeit der Unterstützung -

Einladung zur Pressekonferenz am heutigen Donnerstag,
04. Juni 1998, 14.00 Uhr

Multimedia-Hörsaal der Universität Karlsruhe,
Gebäude 50.34, Raum -102, Am Fasanengarten 5
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Mit ihrem Projekt "Internationale Tele-Universität" haben sich die vier badischen Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim beim Ideenwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) nicht durchgesetzt. Dies gab Bundesforschungsminister Dr. Jürgen Rüttgers heute in Bonn bekannt. Obwohl sich die "Internationale Tele-Universität" zunächst neben anderen Projekten gegen 250 Mitbewerber für die Endausscheidung qualifiziert hatte, kam sie bei der Vergabe der 5 Leitprojekte nicht zum Zug.

Das Land Baden-Württemberg hält das Konzept der "Internationalen Tele-Universität" nach wie vor für innovativ. Es wird daher prüfen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang das Vorhaben unterstützt werden kann.

Falls es zu einer finanziellen Unterstützung in ausreichender Höhe kommt, wollen die vier badischen Universitäten mit der "Internationalen Tele-Universität" zusammen weltweit in den Wachstumsmarkt für computer- und netzgestützte Bildung eingreifen. Zahlreiche große Wirtschaftspartner sitzen mit im gemeinsamen Bildungsboot.


Zum Konzept der "Internationalen Tele-Universität": Künftig sollen Studierende in aller Welt per Computer die Forschungs- und Lehrergebnisse der renommierten badischen Universitäten am Heimatort unabhängig von Zeit und Ort abrufen können. Um international wettbewerbsfähig zu sein, wollen die beteiligten Universitäten für die "Internationale Tele-Universität" zahlreiche Neuerungen einführen: Studiensprache ist Englisch (mit Ausnahme des Faches Deutsch als Fremdsprache), Eingangsvoraussetzung ist der Bachelor-Abschluß, für die Teilnahme an den Kursen gibt es Kreditpunkte, für den vollständigen Studiengang ein Master-Diplom. Für die Teilnahme am Studium wären Studiengebühren zu entrichten.

Mit dem Kooperationsvertrag wollen die vier badischen Universitäten Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Deutschland beitragen. "Ein solch weltumspannendes Projekt kann nur in Zusammenarbeit mehrerer Universitäten erfolgreich gemeistert werden", betont der Sprecher der Universitätskooperation, Prof. Dr. Peter Deussen von der Universität Karlsruhe. Um den Standort Deutschland langfristig zu sichern, gelte es, wieder mehr ausländische Studierende an deutsche Hochschulen zu holen.

Schon im Vorfeld des Projektantrags beim BMBF haben die Partner der "Internationalen Tele-Universität" breite Unterstützung erfahren: So würden sich an dem Projekt die Firmen CEC digital, NEC, SWR/SDR, Ernst Klett-Verlag und Spektrum-Verlag unmittelbar mit Forschungsbeiträgen beteiligen. Die Verbreitung und Vermarktung der Studienangebote würden unter anderem die Firmen alcatel-SEL, debis AG, IBM, SAP, CEC, Deutsche Welle, dpunkt- und Hüthig-Verlag unterstützen. Bemerkenswert ist, daß ein Unternehmensberater, Jürgen Karad, als Projektleiter firmiert.

Auch das internationale Interesse ist enorm: Schon 55 Universitäten haben sich weltweit bereiterklärt, an der "Internationalen Tele-Universität" mitzuwirken. Aufgabe der Universitäten würde es ein, den Studenten vor Ort Unterstützung zukommen zu lassen. Gewünscht wird aber auch eine engere Verzahnung von Forschung und Lehre sowie das Einbringen von eigenen Studienbausteinen in das virtuelle Universitätsnetz der "Internationalen Tele-Universität".

"Mit aktiver Einbindung dieser Universitäten in das Lehrangebot der ,Internationalen Tele-Universität' entsteht eine virtuelle weltumspannende Universität, die dem Anspruch, ,global player' auf dem Weltmarkt des Tele-Lernens zu sein, gerecht wird", so Prof. Peter Deussen.

Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar:

http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi058.html
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