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Intensivtransport schwerstkranker Patienten

08.06.1998 - (idw) Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Zusatzqualifikation von Notärzten und Intensivmedizinern gefordert

Vom 19. bis zum 21. Juni 1998 veranstaltet die Universitätsklinik für Anaesthesiologie und Intensivtherapie der Otto-von-Guericke-Universität einen Spezialkurs Intensivtransport, der erstmals in Sachsen-Anhalt durchgeführt wird. Er ist an Notärzte und Intensivmediziner gerichtet. Hierbei handelt es sich um eine zusätzliche ärztliche Qualifikation, die von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin (DIVI) empfohlen wird. Begründet wird dies durch die besonders hohen Anforderungen, die während des Transportes schwerstkranker Patienten nach Unfällen oder bei der Verlegung in Spezialkliniken an die begleitenden Notärzte und Rettungsassistenten gestellt werden.
"Zur Zeit ist die Situation so, daß ein 80-Stunden-Spezialkurs sowie der Nachweis einer mindestens zweijährigen Berufspraxis als Mediziner, egal in welchem Fachgebiet, ausreichend sind, um als Notarzt eingesetzt zu werden", erklärt Dr. Jens-Peter Keil von der Universitätsklinik für Anaesthesiologie und Intensivtherapie. Er verfügt selbst über eine mehrjährige Erfahrung als Notarzt und kennt die Brisanz bestimmter lebensbedrohlicher Situationen bei Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Daher unterstützt er die Forderung, daß die von der Fachorganisation seit dem vergangenen Jahr empfohlene Zusatzqualifikation von möglichst allen im Rettungsdienst eingesetzten Notärzten in Sachsen-Anhalt absolviert wird.
In den einzelnen Referaten während des dreitägigen Workshops in Magdeburg geht es u.a. um die Spezifika beim Transport von Früh- und Neugeborenen, des weiteren um den Intensivtransfer von Verbrennungsopfern sowie von Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Atmungssystems bis hin zur Beförderung von Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen. Aber auch die Unterweisung in den Gebrauch modernster medizin-technischer Geräte beim boden- und nicht-bodengebundenen Intensivtransfer steht auf dem Veranstaltungsprogramm.
Der Spezialkurs Intensivtransport beginnt am Freitag, dem 19. Juni 1998, 15 Uhr, im Zentralen Hörsaal (Haus 22) des Universitätsklinikums Magdeburg, Leipziger Straße 44.

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