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Bundesweit einmaliger Studiengang im Gesundheitswesen

09.06.1998 - (idw) Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences

9. Juni 1998

Senat der Fachhochschule Niederrhein gab "grünes Licht" für neuen Studiengang

Vielseitige Fachleute für das "Gesundheitswesen"


Der Umstrukturierung des Gesundheitssystems entsprechend bildet die Fachhochschule Niederrhein ab dem kommenden Wintersemester Fachleute für das Gesundheitswesen aus. Für die Beantragung eines entsprechenden Studiengangs gab der Senat der Hochschule am letzten Freitag "grünes Licht". Die Kombination der Lehrgebiete medizinische Grundlagen, Organisation und Betriebswirtschaft sowie Datenverarbeitung und Technik für das Gesundheitswesen ist einzigartig in Deutschland. Ministerin Anke Brunn hat die Genehmigung des Studiengangs bereits in Aussicht gestellt.

Von den zusätzlich benötigten Professorenstellen gibt es für die ersten drei bereits ebenfalls eine Zusage, die heute die neue Gruppenleiterin im Wissenschaftsministerium, Ohlms, in die Fachhochschule mitbrachte. Dafür hatten sich die Krefelder Landtagsabgeordente Sigrid Klösges und Bürgermeister Bernd Scheelen bei der Ministerin persönlich eingesetzt. Sitz des neuen Studiengangs wird Krefeld sein, wo das bisher meist technisch orientierte Studienangebot eine deutliche Erweiterung bekommt.

Mit Betriebswirtschaft, Logistik, Marketing, Informatik und medizinischer Technik konnte die Fachhochschule Niederrhein auf Vorhandenem aufbauen - gute Voraussetzungen für das neue Studienangebot, an dem sich auch die großen Kliniken am Niederrhein beteiligen. Das Qualifikationsprofil der Absolventen ist sowohl auf den Bedarf der Region als auch auf die im Wandel begriffene Struktur des Gesundheitswesens ausgerichtet. Zukünftige Arbeitsfelder sind Organisation und Management in Krankenhäusern ebenso wie Aufbau und Betreuung von Datenverarbeitung, Informationssystemen oder der Infrastruktur für Telemedizin. Neue Aufgabengebiete wie zum Beispiel der "Patientenmanager" sind erst in Ansätzen erkennbar, aber auch dafür gibt es in absehbarer Zeit durchaus Bedarf. Das erfuhr Prorektorin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz bei den Vorgesprächen.

Der Praxisbezug steht bei dem neuen Studiengang ganz oben. Grundvoraussetzung für alle Bewerber ist die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Zusätzlich wird entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf - etwa als Krankenschwester oder -pfleger, Krankengymnast/in oder Logopäde/in - oder ein Ausbildungsvertrag mit einer der kooperierenden Kliniken gefordert. Das erfolgreiche "Krefelder Modell" der dualen Ausbildung (bisher für Chemie, Maschinenbau und Verfahrenstechnik) wird auf den neuen Studiengang übertragen. Das Studium dauert in diesem Fall zehn Semester, bei einem Vollzeitstudium acht Semester.

Beim Start in diesem Herbst wird ausschließlich mit der dualen Form- also der Kombination aus Studium und praktischer Ausbildung im Krankenhaus - begonnen. 30 Studienplätze stehen zur Verfügung. Ab dem Wintersemester 1999/2000 ist - nach der Besetzung der zusätzlichen Professorenstellen - auch ein Vollzeitstudium möglich.

Informationen über den neuen Studiengang, Bewerbung und Einschreibung sind beim Studentensekretariat unter Tel. 02151- 822-620 oder -621 zu bekommen.
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