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Roboscope für die ultraschallgenaue Reise ins Hirn

25.07.1998 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Die EU fördert eine große Kooperation von Unis und Industrie, um ein ultraschallgeführtes, computergestütztes Neurochirurgie-Operationssystem zu entwickeln.
Greifswald ist dabei.

Rechner helfen bei der Reise in's Hirn
Ultraschallgeführtes Manipulator-System für minimal invasive Neurochirurgie: ROBOSCOPE


Seit Jahren schon führt die Neurochirurgische Klinik Greifswald bei der
endoskopischen Neurochirurgie und der minimal invasiven Computer-
gestützten Neurochirurgie wissenschaftlich; sie hat auf dem Markt weltweit führende Neuroendoskope entwickelt und forscht im Bereich der integrierten, computergestützten Neurochirurgie (Integration von Mikrochirurgie,
endoskopischer Neurochirurgie, Stereotaxie in ein computerkontrolliertes und zunehmend computergesteuertes, dreidimensionales Video-assistiertes globales Operationssystem).

Wir freuen uns, daß die Europäische Union daher uns und die Universitäts-
kliniken Kopenhagen, Nijmegen, Gent und Homburg mit 3,114 Mio Ecu
(fast 7 Mio DM) im Telematics Applications Projekt "ROBOSCOPE"
unterstützt (Referenz-Nr. HC 4018 (HC)) zur Förderung einer Kooperation mit kompetenten, führenden medizintechnischen Instituten und Firmen.

Am Ende soll ein marktfähiges, in der medizinischen Versorgung einsetzbares computergesteuertes, neuroendoskopisches OP-System entstehen,
"ROBOSCOPE" - zur hochpräzisen endoskopischen Neurochirurgie. Durch extrem genaue, Manipulator-unterstützte Computersteuerung wird höchste Präzision beim Vorgehen im Hirn und Spinalkanal erreicht; dreidimensionale Bilddaten von Computer- und Kernspintomographie werden dabei mit
kontinuierlicher Ultraschall-Registrierung während der Operation den sich
ändernden operativen Verhältnissen angepaßt. Das ermöglicht optimale
Vorausplanung des Eingriffs und virtuelles Training von Fachärzten sowie
eine ständige Anpassung der Operationsführung an sich ändernde operative
Gegebenheiten während des Eingriffs einschließlich der Erfassung und
Kontrolle von Komplikationen.

Die technische Entwicklung berücksichtigt besonders auch Aspekte der
Sicherheit von computergestützten Operationsverfahren; ein funktionsfähiger Prototyp soll innerhalb zweier Jahre entwickelt werden. Die Forschergruppe erwartet sich von der Entwicklung eine völlige Änderung der bisherigen
Operationsverfahren; in Zukunft erfolgen alle operativen Eingriffe an
dreidimensionalen Videoschirmen, weitgehend mit Computerprogrammierung und -führung über Mikromanipulatoren; sichtbare Daten von Mikroskop,
Endoskop und Navigationsdaten aus prä- und intraoperativ angewandten
bildgebenden Verfahren werden mitverwendet.

Informationen über das Roboscope gibt Ihnen gern:
Prof. Dr. Michael R. Gaab, Direktor der Klinik und Poliklinik für
Neurochirurgie der Universität Greifswald, Sauerbruchstraße,
17487 Greifswald, Telephon 03834-86-6163, Fax 03834-86-6164, e-mail: neurosur@rz.uni-greifswald.de
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