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Biotechnologie, Blue Jeans und die Umwelt

04.08.1998 - (idw) DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Was haben Blue Jeans mit Biotechnologie zu tun? Auf den zweiten Blick eine ganze Menge. Ein Großteil der blauen Beinkleider, von denen allein in Europa 70 Millionen pro Jahr verkauft werden, sind nämlich im beliebten "stone-washed"-look gefertigt. Meist wird der überschüssige Farbstoff aber nicht mehr durch Waschen mit Steinen von den Hosen abgerieben, sondern durch biotechnologisch hergestellte Biokatalysato-ren, sogenannte Enzyme. Dieses "Bio-stoning" ist bisher einer der weni-gen biotechnologischen Prozesse für den eine Ökobilanz existiert. Sie beweist, daß mit dem biologischen Verfahren wesentliche Mengen an Wasser, Energie und Müll eingespart werden können. Nicht immer aber ist der biologische Prozess automatisch der sauberere, deshalb werden Lebenszyklusanalysen für biotechnologische Prozesse immer wichtiger.
Jedoch schließen Umweltschutz und industrielle Produktion sich nicht gegenseitig aus, zu diesem Schluß gelangt die Weltwirtschaftsorganisa-tion OECD in ihrer neuen Studie "Biotechnology for Clean Industrial Products and Processes - Towards Industrial Sustainability" Das Buch wurde mit Unterstützung führender Biotechnologie-Experten der For-schung und Industrie aus Kanada, Deutschland, Japan, den Niederlan-den, Großbritannien und den USA verfaßt und macht deutlich, daß so-wohl die Umwelt als auch die Industrie vom Einsatz der Biotechnologie profitieren können. Es ist die neueste Publikation einer Serie, die 1994 von der OECD begonnen wurde um die umwelttechnischen Anwendun-gen der Biotechnologie darzustellen. Zum ersten Mal wird hier eine Verschiebung des Schwerpunktes - weg von der Sanierung vorhande-ner Umweltschäden, hin zur Umgestaltung industrieller Prozesse zur Abfallvermeidung von Beginn an - deutlich.

Die Studie gibt einen Überblick wie Biotechnologie in der Industrie ein-gesetzt wird und welche wirtschaftliche Relevenz sie für sechs Bereiche hat, die mit zu den Haupt-Umweltverschmutzern gehören: Chemie, Zell-stoff und Papier, Textil und Leder, Lebens- und Futtermittel, Metall und Minerale, Energie.

Mehr dazu beim

Netzwerk Umweltbiotechnologie
DECHEMA e.V.
Theodor-Heuss-Allee 25
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069-75 64 350
Fax: 069-75 64 388
http://www.dechema.de/biotech.htm

Die Studie ist zum Preis von DM 97,-- im Buchhandel zu beziehen
(ISBN 92-64-16102-3).

Journalisten erhalten sie bei der OECD communications division (e-mail: news.contact@oecd.org)
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