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Gibt es Aufmerksamkeitsregeln für Religion?

07.09.1998 - (idw) Universität Bayreuth

Wir wird Religion in der Gegenwartskultur wahrgenommen und gibt es dafür "Aufmerksamkeitsregeln"? Das ist der Hauptakzent des 14. Bayreuther Kolloquiums zu Fragen der religiösen Sozialisation, das das neugegründete Institut zur Erforschung der religiösen Gegenwartskultur der Universität Bayreuth mit dem Titel "Religiöse Gegenwartskultur - Zur Methodik und Hermeneutik ihrer Erforschung" vom 8. - 10. September in Bayreuth und auf Schloß Thurnau veranstaltet.

Kolloquium zu Fragen religiöser Sozialisation sucht Antwort auf die Frage
Gibt es Aufmerksamkeitsregeln für Religion?
Öffentlicher Vortrag und Podiumsdiskussion am Dienstag
Bayreuth (UBT). Wir wird Religion in der Gegenwartskultur wahrgenommen und gibt es dafür "Aufmerksamkeitsregeln"? Das ist der Hauptakzent des 14. Bayreuther Kolloquiums zu Fragen der religiösen Sozialisation, das das neugegründete Institut zur Erforschung der religiösen Gegenwartskultur der Universität Bayreuth mit dem Titel "Religiöse Gegenwartskultur - Zur Methodik und Hermeneutik ihrer Erforschung" vom 8. - 10. September in Bayreuth und auf Schloß Thurnau veranstaltet.
Neue Ansatzpunkte für Forschung
Auf der Suche nach einem Ausweg aus den Zweifeln, die These von der Säkularisierung der modernen Gesellschaft im Sinne eines Schwunds von Religion die spezifische Forschung geführt hat, haben sich durch Erklärungsbedarf für "Jugendsekten", das Bemühen von Muslimen, hier ihre Religiosität zu leben und etwa durch die Esoterik-Welle neue Ansatzpunkte ergeben. In dieser Situation der Aufsplitterung der religiösen Landschaft in Deutschland hat das Interesse nicht-theologischer Disziplinen an der Religionsforschung wieder zu.
Neue Fragestellungen der Disziplinen
So arbeiten seit wenigen Jahren Soziologen und Theologen an der Frage, wie und warum Religion in der Gegenwartsgesellschaft Bestand hat. Parallel dazu hat sich bei den Religionswissenschaftlern eine Richtung empirischer Religionsforschung in "eigener" Kultur etabliert. Die Religionssoziologie beschäftigt sich besonders mit Modernisierungsfragen, die Theologie vor allem mit kirchentheoretischen, sozialethischen und zwischenreligiösen Fragestellungen. Die Tagung soll nun diese, die einzelnen Disziplinen übergreifenden Fragestellungen anhand der unterschiedlichen "Aufmerksamkeitsregeln" darlegen und gleichzeitig die Frage beantworten, welche Folgen die Suche nach einer von dem Säkularisierungsansatz unabhängigen Forschung für die Bildung eines Religionsbegriffs bzw. für die Theorienbildung hat.
Öffentlicher Teil in Bayreuth
Eingeleitet wird die Tagung von zwei öffentlichen Veranstaltungen in der Aula der Kulturwissenschaftlichen Fakultät. Am Dienstag (8. September, 15.30 Uhr) wird der Religionswissenschaftler Professor Dr. Dr. Peter Antes (Hannover) darlegen, mit welchen Bedeutungen und Begrenzungen der Begriff Religion in den Wissenschaften verwendet wird (Religion als Wissenschaftsbegriff im interdisziplinären Gegenwartsdiskurs). Im Anschluß (17.00 Uhr) solle bei einer Podiumsdiskussion die unterschiedliche Präsenz und Gestalt von Religion in der gegenwärtigen Kultur herausgearbeitet werden. Auf dem Podium sitzen dann Dr. Rüdiger Sachau (Ev. Akademie Bad Segeberg), Pfarrer Andreas Ebert (Autor von "Eneagramm"/München). Sugata W. Schneider (Esoterik-Zeitschrift "Connection"), die Pfarrerin Dr. Iris Kreile-Öchsle und der Pfarrer und Dekan Christian Schmidt sowie die homöopathische Ärztin Dr. Eva Maria Bischoff.
Umfrageergebnis:
Was die Menschen wirklich glauben?
Auf Schloß Thurnau wird am 9. Und 10. September die Tagung im internen, fachübergreifenden Gespräch weitergeführt. U. a. wird dabei Professor Dr. Klaus-Peter Jörns (Berlin) die Ergebnisse einer Umfrage "Was die Menschen wirklich glauben" vorstellen und der Bayreuther Forscher Professor Dr. Christoph Bochinger zur gesellschaftlichen Konstruktion von Wirklichkeit bei der Erforschung nicht-organisierter Religionsformen ("Kann man New Age empirisch erforschen?") Stellung beziehen.
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Weitere Informationen bei:
Dr. Wolfram Mirbach
Institut zur Erforschung religiöser Gegenwartskultur
der Universität Bayreuth
Tel. 0921/55 54 31

Fax: 0921/55 84 50 87

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