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Blutvergiftung und Organversagen

07.09.1998 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

2. Internationales Jenaer Symposium "Theorie und Praxis der Anästhesio-lo-gie und Intensivtherapie"

Jena (07.09.98) Vom 15. bis 18. September 1998 treffen sich an der Friedrich-Schiller-Universität über 400 Teilnehmer zum 2. Internationalen Jenaer Symposium "Theorie und Praxis der Anästhesiologie und Intensivtherapie". Das aktuelle Thema dieser zweijährig stattfindenden Veranstaltungsreihe heißt "Sepsis und Multiorgandysfunktion". Das Symposium wird von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Klinikums der Friedrich-Schiller-Universität Jena organisiert und steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Konrad Reinhart. Integriert in die Veranstaltung ist der 1. Jenaer Intensivpflegekongreß der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege e.V. (DGF), für den der Landesbeauftragte der DGF für Thüringen, Ingo Kühn, hauptverantwortlich zeichnet; hierzu liegen bereits mehr als 200 Anmeldungen vor.

Zur Eröffnung der Tagung wird der Ministerpräsident a. D. und Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG, Dr. h. c. Lothar Späth, einen Festvortrag zum Thema "Anforderungen und Perspektiven für Wissenschaft und Wirtschaft an der Schwelle zum dritten Jahrtausend" halten. Zu diesem Vortrag, der am Mittwoch (16.09.) um 11.15 Uhr im Hörsaal 1 des Uni-Campus' (Carl-Zeiß-Str. 3) beginnt, ist auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Sepsis (Blutvergiftung), ihre Folgen und Multiorgandysfunktion bzw. -versagen sind nach wie vor die Haupttodesursache auf nichtkardiologischen Intensivstationen. Dieses Syndrom mit seiner hohen Sterblichkeit gefährdet oder begrenzt die fortgeschrittensten neuen Therapieansätze in vielen Bereichen der modernen Medizin und bedingt einen der wesentlichen Kostenfaktoren für die Intensivmedizin, erläutert Prof. Reinhart.

Während des Symposiums werden die neuesten Erkenntnisse zur Verhütung und Frühdiagnose von schweren Infektionen im Krankenhaus sowie zur Frühdiagnose dargestellt. Präsentiert werden darüber hinaus die Ergebnisse von klinischen Studien mit neuen Diagnose- und Therapieansätzen der Sepsis, an deren Entwicklung und Erprobung die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie in Jena an hervorragender Stelle beteiligt ist.

Desgleichen werden die aktuellsten Ergebnisse zum Blutersatz bzw. Kunstblut diskutiert, das sich derzeit an einigen Kliniken in Europa und den USA, darunter auch der Universitätsklinik in Jena, in der klinischen Überprüfung befindet.
Neben den wissenschaftlichen Vorträgen werden in sechs Tutorien für die tägliche klinische Praxis neue wichtige Überwachungs- und Therapieverfahren vermittelt.

Bei einem internationalen Expertenforum werden bereits am 15. September Möglichkeiten und Grenzen der Unterkühlungstherapie von schwer schädelhirnverletzten Patienten besprochen. Auch auf diesem erfolgversprechenden Gebiet ist die Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie in Kooperation mit dem Institut für Pathophysiologie der Jenaer Universität experimentell und klinisch wissenschaftlich aktiv.

Hinweis für die Redaktionen:
Für weitere Informationen steht Prof. Dr. Konrad Reinhart im Rahmen eines Pressegesprächs gerne zur Verfügung. Das Gespräch findet am Freitag, 18.09., um 10.00 Uhr im Sekretariat der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie im Klinikum der FSU Jena, Bachstraße 18, Haus 11, 3. OG links, statt.


Friedrich-Schiller-Universität
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Axel Burchardt M. A.
Fürstengraben 1
07743 Jena
Tel.: 03641/931041
Fax: 03641/931042
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