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Uni@home macht den Weg ins weltweite Internet breiter und schneller

07.09.1998 - (idw) Universität Dortmund

Um die 90 freien universitätseigenen Zugänge zum Internet kämpfen die Studierenden vor allem nachts um zwei. Dann sind die Telefongebühren besonders günstig. Und die Idee für die Fortführung der Diplomarbeit kommt vielleicht gerade zu dieser späten Stunde. Die Universität Dortmund und die Deutsche Telekom AG sorgen jetzt dafür, daß die rund 25.000 Studierenden und 3.000 Beschäftigen der Hochschule schneller und kostengünstiger in das Wissenschaftsnetz der Universität und damit zugleich in das weltweite Internet gelangen können.

Beide Seiten unterzeichneten heute (7.9.1998) den Vertrag für das Projekt Uni@Home - gesprochen "Uni at home", die "Uni zuhaus". Für die Universität setzte Dietrich Groh als ständiger Vertreter der Kanzlerin seine Unterschrift unter die Vereinbarung. Seitens der Telekom unterschrieb Friedrich W. Küppers, Leiter der Niederlassung 2 der Deutschen Telekom in Dortmund.

Mit der neuen Vereinbarung wird praktisch allen Studierenden, Lehrenden und anderen Beschäftigten der Universität die Möglichkeit eröffnet, sich von jedem Ort Deutschlands aus zum Dortmunder Ortstarif in das Netz einzuwählen. Wer beispielsweise im Sauerland wohnt, mußte bislang den Weg ins Internet mit hohen Telefonkosten erkaufen.

Mehr noch: Wer zunächst seinen PC zu Hause mit einer Netz-Karte ausrüsten will und wer sein bisheriges Telefon per ISDN schneller machen will, erhält nach dem Vertrag die entsprechenden Geräte samt Software für rund 150 DM. Nach der Anmeldung beim Hochschulrechenzentrum können die künftigen Internet-Nutzer der UniDO in etwa vier Wochen dann eine noch nicht freigeschaltete Nummer mit der Vorwahl 01802... nutzen, um zum bundesweiten City-Call-Tarif mit dem Rechenzentrum der Universität Dortmund verbunden zu werden.

Providerkosten für das Surfen im Internet entstehen für die "Heimarbeiter" nicht. Die Universität Dortmund leistet hier aber jährliche Abgaben an den Verein zur Förderung des deutschen Forschungsnetzes (DFN), die sich auf die Millionengrenze zubewegen. Die UniDO gehörte zu den ersten Hochschulen, die dieses Netzwerk für den Datenaustausch zwischen den Wissenschaftseinrichtungen mit aufgebaut hat. Heute ist es längst Teil des globalen Internet, das eine kaum noch überschaubare Flut von öffentlichen wie von privaten und kommerziellen Informationen anbietet.

Für die Dortmunder Studentinnen und Studenten liegt der Nutzen des neuen Vertrags auf der Hand: Im Wissenschaftsnetz der Uni und im Internet finden sie auch Informationen über die Vorlesungen, nicht selten auch Texte zu den gebuchten Seminaren und Übungen. Hier können sie in Katalogen nach Quellen für ihre Diplomarbeit suchen oder auch nur die Leihfrist für ein Buch verlängern. Das gleiche gilt für die Wissenschaftler, die nun auch vom Schreibtisch zu Haus einen leichten Zugang zu dem für die wissenschaftliche Arbeit längst unverzichtbaren Netz erhalten.

Selbstverständlich kann die "Uni zuhaus" nicht den Besuch der Hochschule ersetzen. Die Lehrenden werden auch in Zukunft die Vorlesungen im Hörsaal halten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auch morgen mit ihren Dienstleistungen am Arbeitsplatz präsent. Und kaum ein Studierender wird auch den Gedankenaustausch mit den Kommilitonen und auch das direkte Gespräch mit den Dozenten verzichten. In der Universität finden sich selbstverständlich schon heute Rechner-Plätze, an den die Studierenden und Beschäftigten Informationen aus aller Welt anklicken können. Oder den täglichen Speiseplan der Mensa.
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