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Programm hält Außerirdisse bei Laune

09.09.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Bei einem Tamagotchi-Wettbewerb in der RUB hat das Siegerteam ein umfangreiches Java-Programm geschrieben, bei dem u.a. die Nutzer dazu gebracht werden, außerirdische Wesen bei Laune zu halten. Kürzlich sind die Siegerpreise vergeben worden.


Die Sieger Bochum, 09.09.1998
Nr. 185

Leben im Computer
Tamagotchi-Programmierwettbewerb in der RUB
Lehrstuhl für Software-Technik prämiert beste Entwürfe


Wer erinnert sich noch an Tamagotchis? Das sind diese kleinen Wesen, die als virtuelles Haustier ähnlich gehegt und gepflegt werden müssen wie ihre natürlichen Vorbilder. Natürlich kann man solche Wesen auch auf dem heimischen PC halten, und so startete Prof. Dr.-Ing. Helmut Balzert (Software-Technik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB) im Oktober 1997 einen Tamagotchi-Wettbewerb. In der letzten Vorlesungswoche des Sommersemesters 1998 wurden die Preise vergeben (1. Preis: DM 500,-; 2. Preis: DM 300,-)

Wie man Außerirdische bei Laune hält

Lange Zeit sah es so aus, als ob der Wettbewerb in Vergessenheit geraten wäre. Dann meldeten sich doch noch Teilnehmer zu der gut dotierten Aktion und präsentierten ihre Ergebnisse. Und die konnten sich sehen lassen: Ein fünfköpfiges Programmierteam erstellte ein SmilieGotchi, eine gelungene Kombination aus Strategie, Humor und Kurzweil. Ziel des umfangreichen Java-Programms ist es, ein außerirdisches Lebewesen bei Laune und am Leben zu erhalten. Hindernisse gibt es reichlich: Selbst mit einem einfachen Küchenmesser ist das gelbe Wesen oftmals so ungeschickt, daß es erst fachmännisch verarztet werden muß. Nicht selten ein Kampf gegen die Zeit. Selbst Füttern und Duschen des grinsenden Kugelkopfes muß regelmäßig durchgeführt werden und das in verschiedenen, durch ein verwirrendes Labyrinth verbundenen Räumen.

SmilieGotchi im Internet

Durch dieses gelungene Stück Programmierkunst sicherten sich Stefan Schmidt, Niels Petter, Andre Westhoff, Stefanie Reichel und Carsten Schu den mit 500 DM dotierten ersten Preis und präsentierten ihr Wunderkind vor staunendem Publikum der Vorlesung "Grundlagen der Informatik". Interessenten können das Werk im Internet unter http://www-cip.et.ruhr-uni-bochum.de/~schu bewundern.

Prof. Balzert: "Für die Arbeitslosigkeit haben wir nie ausgebildet"

Die zweisemestrige Vorlesung von Prof. Balzert legt den Schwerpunkt auf das Erlernen aktueller industrienaher Praxis. Die Mühe lohnt sich: Zur Zeit gibt es am Lehrstuhl für Software-Technik einen 5-10 fachen Angebotsüberhang an offenen Stellen. Prof. Balzert dazu: "Für die Arbeitslosigkeit haben wir noch nie ausgebildet, aber was wir im Moment erleben, ist kaum vorstellbar. Regelmäßig rufen Vertreter großer und interessanter Firmen an und fragen nach Absolventen - Anfragen, die wir zu 99 % ablehnen müssen. Der Stellenmarkt ist so günstig wie nie zuvor, und eine Trendwende ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht". Weitere Informationen zur Vorlesung und zum Lehrstuhl findet man im Internet unter http://www.swt.ruhr-uni-bochum.de/.


Den zweiten Preis des Wettbewerbs in Höhe von 300 DM erhielten Doga Arinir und Michael Kruse für ihr Java-Tamagotchi, das - auf Client-Server verteilt - eine ganze Population von virtuellen Tieren entstehen läßt. Alles in allem eine erfolgreiche Aktion, der noch viele weitere folgen sollen.

Weitere Informationen

Carsten Mielke, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Software-Technik, 44780 Bochum, Tel.: 0234/700-4090, Fax.: 0234/7094-427, Email: mielke@swt.ruhr-uni-bochum.de

Ein Bild der Preisübergabe gibt es als digitale Datei über die Pressestelle oder unter
http://www.swt.ruhr-uni-bochum.de/siegerteam.jpg
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