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Vom Findbuch zum Internet - Tübinger Uniarchiv online

16.09.1998 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Vom Findbuch zum Internet - Tübinger Uniarchiv online
Was tun eigentlich Archivare? Noch immer ist die Vorstellung vom weltfremden Hüter staubiger Pergamente weitverbreitet. Doch die Zeiten haben sich geändert: Der Archivar von heute muß sich mit Computern und Internet genauso gut aus-kennen, wie mit seinen Akten. Denn immer mehr Informationen werden von Ar-chiven "online" angeboten. Auch das Universitätsarchiv Tübingen geht mit der Zeit.
Als eines der ersten deutschen Archive überhaupt hat es im Juli 1997 eine ausführliche Beständeübersicht im Internet veröffentlicht. Ein gutes Jahr später folgte nun ein erstes "Online-Repertorium". Beständeübersichten kann man mit Reiseführern vergleichen. Sie geben dem Besucher einen Überblick über den gesamten Inhalt eines Archivs mit seinen Beständen verschiedener Art, verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft. Jeder Bestand wiederum wird durch ein "Repertorium" oder "Findbuch" genauer und detaillierter beschrieben. Die Tübinger Interneteintragungen wurden mit Hilfe des "Tübinger Systems von Textverarbeitungsprogrammen TUSTEP" automatisch erzeugt und sind jederzeit ohne Aufwand aktualisierbar.
Für das hiesige Online-Repertorium wurde der Nachlaß Martin Schlunks (1876-1959) ausgewählt. Die Dokumente, die dieser Tübinger Missionswissenschaftler angesammelt hatte, beinhalten unter anderem Quellen aus dem 19. und 20. Jahrhundert zur Geschichte der ökumenischen Bewegung und zum Schulwesen in den früheren deutschen Kolonien - Themen, die nicht nur in Tübingen interessieren.
Der große Vorteil dieser Modernisierungen liegt auf der Hand. Informationen, die bisher nur einer kleinen Gruppe von Interessenten zugänglich waren, sind nun weltweit verfügbar. Der "Archivbesucher" braucht keine Kenntnisse über die Anordnung der Bestände zu haben, denn ein Inhalts- und Schriftenverzeichnis sowie Benutzungshinweise und ein Schlagwortregister leiten den Kunden zum gesuchten Objekt. Das Repertorium bzw. das Findbuch gibt dann genauere Beschreibungen zum Titel und führt die Signatur an, mit deren Hilfe einzelne Akten bestellt werden können.
Es soll nicht bei diesem einen Repertorium im Internet bleiben. Weitere Online-Projekte sind bereits in Arbeit. Nähere Informationen zum Thema erhalten Sie bei:
Dr. Johannes Michael Wischnath, Universitätsarchiv Tübingen, Wilhelm-straße 32, 72074 Tübingen, Tel: 07071/29-72857.
Adressen im www:
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qva/online.htm
http://www.uni-tuebingen.de/UAT/prov/test1.htm

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