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Schlüsseldokument zur Kölner Kunstgeschichte entdeckt

17.09.1998 - (idw) Universität Trier

Historiker stießen auf unbekanntes Inventar der Kölner Ratskapelle aus dem Jahre 1519

Stephan Lochners Altar der Stadtpatrone, entstanden um 1440, gilt als das bedeutendste Meisterwerk der Kölner Tafelmalerei der Spätgotik. Bevor das Gemälde 1810 in den Kölner Dom gelangte, schmückte es über dreieinhalb Jahrhunderte hinweg den Altar der Ratskapelle, den liturgischen Mittelpunkt der freien Reichsstadt Köln. Bei Recherchen im Historischen Archiv der Stadt Köln stießen der Kölner Historiker Professor Dr. Klaus Militzer und sein Trierer Kollege Privatdozent Dr. Wolfgang Schmid auf ein bisher unbekanntes Inventar der Ratskapelle aus dem Jahre 1519.

Ein Jahr, bevor der berühmte Maler Albrecht Dürer sich für ein Trinkgeld Lochners Altarbild zeigen ließ, verzeichneten zwei Ratsherren das gesamte Inventar der Kapelle, darunter die liturgischen Gewänder und Geräte. Besonders hervorzuheben sind die Angaben zum Dombild, das von vier Reliqien-behältern gleichsam eingerahmt war: Zwei von ihnen bargen Herrenreliquien und bildeten das geistige Fundament des Altars. Zwei weitere Schränke waren an den Seiten des Altarbildes angebracht, sie ent-hielten Überreste der Hl. Ursula und des Hl. Gereon, die auch auf den Flügeln des Altars dargestellt sind.
Das Inventar der Ratskapelle ist mit einem umfangreichen Kom-mentar im letzten Band des Wallraf-Richartz-Jahrbuchs (1997) veröffentlicht.


PRESSEMITTEILUNG - UNIVERSITÄT TRIER
Herausgegeben von der Pressestelle - Redaktion: Heidi Neyses
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209/1998 17. September 1998
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