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Ethische Fragen in der Medizin

18.09.1998 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Sind ethische Entscheidungen in der Intensivmedizin stets Einzelentscheidungen, oder existieren allgemein gültige Regeln? Solchen und anderen Fragen will das Zentrum für Medizinische Ethik der RUB (Leitung: Prof. Dr. Michael Zenz) auf dem zweiten Patienten- und Öffentlichkeitsforum nachgehen.

Bochum, 18.09.1998
Nr. 195

Antworten geben und Debatten in Gang setzen
2. Patienten- und Öffentlichkeitsforum an der RUB
"Ethische Fragen in der Medizin"

Medizin und Ethik sind sich nicht fremd, denn ärztliches Handeln berührt stets die biologische Existenz des Behandelten. Die Forderung nach Maßstäben und Richtlinien ärztlichen Handelns ist daher so alt wie der Berufsstand selbst. Fragen der Ethik tauchen immer dann verstärkt auf, wenn neue Fähigkeiten oder ein erweitertes Wissen bisher nicht bekannte Dimensionen des Handelns eröffnen. Die Möglichkeiten der Beeinflussung menschlichen Lebens sind vor allem in der Intensivmedizin umfangreich und scheinbar unbegrenzt: Dürfen Intensivmediziner immer das tun, was technisch möglich ist? Gibt es ein Recht oder eine Pflicht zum Behandlungsabbruch? Sind ethische Entscheidungen in der Intensivmedizin stets Einzelentscheidungen, oder existieren allgemein gültige Regeln? Solchen und anderen Fragen will das Zentrum für Medizinische Ethik der RUB (Leitung: Prof. Dr. Michael Zenz) auf dem zweiten Patienten- und Öffentlichkeitsforum nachgehen. Die Organisatoren erachten eine breite öffentliche Debatte über medizinische Themen als notwendig und wünschenswert.

Termin + Ort

Die Veranstaltung, zu der auch Vertreter der Medien herzlich eingeladen sind, findet statt am Mittwoch, den 23. September 1998, um 18.00 Uhr im Hörsaal 1 der Universitätsklinik Marienhospital, Hölkeskampring 40, 44 625 Herne.

Aus Fragen lernen

Unter dem Titel "Ethische Fragen in der Medizin" diskutieren Vertreter verschiedener medizinischer Fachrichtungen mit Interessierten. Neben der Intensivmedizin soll es vor allem um Ethik in der chirurgischen Therapie, in der Schmerz- sowie Tumortherapie gehen. Die Veranstalter wollen bewußt drängende Fragen aus der Öffentlichkeit in die Universität tragen, um aus den Problemen der Bevölkerung zu lernen und neue Lehr- und Lerninhalte formulieren zu können. Gleichzeitig wollen sie sich diesen Fragen stellen, um aufzuklären, zu informieren und mögliche Vorurteile bzw. Vorbehalte abzubauen. An der Diskussion nehmen teil: Prof. Dr. theol. Ch. Frey, Evangelisch-Theologische Fakultät der RUB; Prof. Dr. med. J. Engert, Kinderchirur-gische Klinik, Marienhospital Herne; Prof. Dr. med. G. Hohlbach, Chirurgische Klinik, Marienhospital Herne; Prof. Dr. med. Ch. Puchstein, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Marienhospital Herne sowie Prof. Dr. med. R. Voigtmann, Abteilung für Hämatologie und Onkologie, Marien-hospital Herne.

Weitere Informationen

Zentrum für Medizinische Ethik, GA 3/53, Tel.: 0234/700-2749, -2750, Fax: 0234/7094-288, eMail: Med.Ethics@ruhr-uni-bochum.de; http://www.ruhr-uni-bochum.de/zme/zme.html
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