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Neues zu Herzinfarkt und Streß

21.09.1998 - (idw) Universität zu Lübeck

Kardiologisch-Pharmakologisches Symposium am 25./26. September in Lübeck: In Kürze wahrscheinlich weitere sehr wirksame Medikamente zur Behandlung koronarer Durchblutungsstörungen

Die allgemein angenommenen Zusammenhänge zwischen Belastungssituationen ("Streß") und dem Auftreten eines Herzinfarkts lassen sich wissenschaftlich belegen. Neue Ergebnisse zu diesem wichtigen Thema werden auf einem Kardiologisch-Pharmakologischen Symposium der MUL vorgestellt ("Neurohumorale Mechanismen bei Myokardischämie", 25./26. September 1998, Mövenpick Hotel Lübeck).
Mit allein in Deutschland 90.000 Todesfällen im Jahr ist der Herzinfarkt nach wie vor die häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. Die Bedeutung einer gesteigerten Aktivität des unwillkürlichen Nervensystems (insbesondere des Sympathikus) für den Herzinfarkt und seine Vorstufe, die Angina pectoris, ist mittlerweile wissenschaftlich gesichert. Nach den ersten großen klinischen Studien in den 80er Jahren, die die therapeutische Wirksamkeit von Betablockern bei Minderdurchblutung des Herzens belegten, stehen in Kürze wahrscheinlich weitere sehr wirksame Medikamente zur Behandlung koronarer Durchblutungsstörungen zur Verfügung. Voraussetzung dafür war das in den letzten Jahren durch neue Techniken in der Grundlagenforschung und weitere klinische Studien erheblich verbesserte Verständnis dafür, welche Mechanismen der Signalübermittlung auf zellulärer Ebene bei der Krankheitsentstehung eine Rolle spielen. Neben den Katecholaminen, den Botenstoffen des Sympathikus, sind daran weitere Substanzen wie Angiotensin, Bradykinin und Endothelin maßgeblich beteiligt.
Fünfzig namhafte Experten aus Theorie und Klinik informieren auf dem Lübecker Symposium über den aktuellen Stand der Forschung und die klinische Relevanz der wissenschaftlichen Ergebnisse. Veranstalter sind die Medizinische Klinik II (Direk-tor Professor Dr. med. Hugo A. Katus) und das Institut für Pharmakologie (Direktor Professor Dr. med. Peter Dominiak) der MUL.
Rüdiger Labahn

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