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Universität zu Köln wieder größte Hochschule Deutschlands

15.12.1998 - (idw) Universität zu Köln

233/98


11.578 Bewerbungen mußten abgelehnt werden

Im Gegensatz zum bundesweiten Trend (minus 1,1 Prozent) ist die Zahl der Studierenden an der Universität zu Köln im Wintersemester 1998/99 angestiegen und zwar um 1,8 Prozent unter Einschluß der Gast- und Zweithörer auf insgesamt 63.073. Damit ist Köln wieder - wie bereits im Wintersemester 1996/97 - vor der Universität München (61.520 Studierende) Standort der größten Hochschule in Deutschland. Diese Zunahme der Studentenzahlen hat zur Folge, daß die Kölner Professoren im Durchschnitt 121 Studierende zu betreuen haben. 1980 betrug die Betreuungsrelation an der Universität zu Köln noch 1:59. "Eine solche Entwicklung ist nur durch einen sehr hohen persönlichen Einsatz aller Dozenten zu bewältigen. Mir ist unverständlich, wie angesichts dieser Situation die Professorengehälter zum Gegenstand von Erörterungen mit dem Ziel gemacht werden, eine bisher angeblich mangelnde Leistungsbereitschaft zu fördern. Sinnvoller erscheint es mir, den Professoren Hilfestellung zu geben, um die Betreuung der Studierenden auf einem vertretbaren Niveau zu halten." - so Rektor Professor Dr. Jens Peter Meincke in einer Stellungnahme.

Besonders stark hat die Zahl der Studienanfänger im Fach Philosophie zugenommen. Sie stieg von 65 im Vorjahr auf jetzt 1.011. Ursache dafür ist, daß für dieses Fach die Zulassungsbechränkung aufgehoben worden ist. Ebenfalls stark erhöht hat sich die Zahl der Studienanfänger im Fach Informationsverarbeitung (von 34 im Vorjahr auf jetzt 480), das allerdings erst im Wintersemester 1997/98 neu eingeführt worden ist.

Der Andrang der Studierenden war so groß, daß die Kölner Universität 11.578 Bewerbungen um einen Studienplatz abschlägig bescheiden mußte. Ursache dafür ist, daß sich der Senat der Hochschule im vergangenen Jahr gezwungen sah, die Zahl der örtlichen Zulassungsbeschränkungen drastisch zu erhöhen. Sie beträgt jetzt 48; zusammen mit den 11 von der ZVS verwalteten Studiengängen beläuft sich im Wintersemester 1998/99 die Gesamtzahl der zulassungsbeschränkten Studiengänge an der Universität zu Köln auf 59, womit die Universität zu Köln bundesweit auch hier eine "Spitzenstellung" einnimmt.

Mit 20.484 Studierenden bleibt die Philosophische Fakultät die bei weitem größte Fakultät. An zweiter Stelle findet sich nach wie vor die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, deren Studentenzahl um 2,5 Prozent auf 9.610 zurückging. Am "kleinsten" bleibt mit 3.612 Studierenden die Medizinischen Fakultät.

Deutlich angestiegen ist die Zahl der ausländischen Studierenden an der Universität zu Köln. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sie sich um 7,5 Prozent auf 6.003. Dies entspricht einen Ausländeranteil von 9,5 Prozent, der damit weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent liegt. Auch der Frauenanteil unter den Studierenden an der Universität zu Köln übertrifft mit 53,3 Prozent den Bundesdurchschnitt von 40,7 Prozent. Ursache dafür dürfte die starke geisteswissenschaftliche Ausrichtung der Universität zu Köln sein.

Zu den Studiengängen an der Universität zu Köln mit Auswahlverfahren bei der ZVS zählen Fächer wie Betriebswirtschaftslehre, Jura, Sonderpädagogik, Medizin und Lehramt für die Primarstufe. Unter den zugangsbeschränkten Studiengängen, die dem örtlichen Auswahlverfahren unterliegen, befinden sich vor allem Fächer wie Germanistik, Romanistik, Pädagogik, Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Wie groß der Andrang auf die Universität zu Köln ist, läßt sich auch an der Relation zwischen der Zahl der vorhandenen Studienplätzen und der Zahl der Bewerbungen in den zulassungsbeschränkten Studiengängen ersehen. Auf die insgesamt 5.680 Studienplätze, die in den 43 zugangsbeschränkten Studiengängen an der Universität zu Köln vorhanden sind, lagen zum Wintersemester 1998/99 insgesamt 17.258 Bewerbungen vor. Im Fach Psychologie (Nebenfach, Magister-Abschluß) kam nicht einmal jeder 17. Studienbewerber zum Zuge.

(68 Zeilen á 60 Anschläge)

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

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