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Braunschweig Preis: 100.000 Mark für anwendungsnahe Forschung

17.12.1998 - (idw) Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Die Stadt Braunschweig vergibt im September 1999 erstmals den mit 100.000 Mark dotierten Braunschweig Preis. Damit sollen in internationalem Rahmen alle zwei Jahre anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten ausgezeichnet werden. Die Technische Universität Braunschweig begleitet den Preis mit dem Kongreß "Lebenswelten für Morgen".


Braunschweig, die "Stadt der Forschung", lobt jetzt erstmals den internationalen Braunschweig Preis aus. Mit einem Preisgeld in Höhe von 100.000 Mark ist er die höchstdotierte Auszeichnung für anwendungsorientierte Forschung, die von einer deutschen Stadt verliehen wird. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, insbesondere aus Natur- und Ingenieurwissenschaften, sind aufgefordert, sich bis zum 31. Januar 1999 zu bewerben. Voraussetzung ist, daß das von ihnen entwickelte Produkt oder Verfahren durch Anwendungsbezug und nachhaltig zukunftsverträgliche Lösungen die Lebensgrundlagen der Menschen im 21. Jahrhundert sichern hilft. Informationen liefert das Internet unter "www.braunschweigpreis.de".

Hochrangig wie der Preis ist auch die Besetzung der Jury: Neben VW-Chef Dr. Ferdinand Piëch und Expo-Generalkommissarin Birgit Breuel und Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Hans-Jürgen Warnecke zählen weitere führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Forschung zu den Mitgliedern. Aber nicht nur der Preis selbst soll Akzente setzen: Ein internationaler Zukunftskongreß, "Lebenswelten für Morgen", ausgerichtet von der Technischen Universität (TU) Braunschweig, begleitet die Preisverleihung. Dabei sollen neue, positive Strategien und Lösungsansätze, beispielsweise aus den Bereichen Medizin, Produktion, Wirtschaft und Gesellschaft für den Weg durch das 21. Jahrhundert anschaulich vorgestellt werden. Preisverleihung und Kongreß sollen von 1999 an in zweijährigem Turnus stattfinden.

Der Preis als ein kraftvoller Impuls für nachhaltige und anwendungsorientierte Forschung unterstreicht gleichzeitig die Stärke Braunschweigs in Sachen Wissenschaft: Neben der TU mit mehr als 120 Instituten haben sich hier zahlreiche international renommierte Großforschungseinrichtungen angesiedelt: die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), die Biologische Bundesanstalt (BBA), die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zwei Fraunhofer-Institute sind nur einige davon. 7.000 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen leben und arbeiten hier. Ein gutes Klima für fächerübergreifende Lösungen: Viele der Institute arbeiten an gemeinsamen Projekten in Wissenschaftszentren zusammen, etwa für Abfallforschung, Biologie, Mikroelektronik, Verkehrstechnik sowie Luft- und Raumfahrt.

Mit dem Braunschweig Preis und dem Kongreß setzt Braunschweig einmal mehr ein optimistisches Zeichen für die Zukunftspotentiale der Forschung.


Der Braunschweig Preis im Überblick


Das Anforderungsprofil

Der Braunschweig Preis wird in zweijährigem Turnus für hervorragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten verliehen, die
o ein großes Anwendungspotential in sich tragen und
o fachübergreifende Fragestellungen, Methoden und Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftszweige aufeinander beziehen.

Es sind vor allem Konzepte und Lösungen in Form von Produkten oder Verfahren gefragt,
o die nicht allein kurzfristig wirtschaftlichen Nutzen bringen, sondern
o einen konkreten Beitrag zu einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung der Lebensgrundlagen des Menschen leisten.

Das Forschungsergebnis/die Entwicklung sollte nicht älter als zwei Jahre sein.


Die Jury:

Dr. Ferdinand Piëch, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG
Birgit Breuel, Expo-Generalkommissarin
Marion Caspers-Merk, Vorsitzende der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Schutz des Menschen und der Umwelt"

Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorstandsvorsitzender SAP
Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Warnecke, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
Prof. Dr. Ernst Ludwig Winnacker, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft


Einsendeschluß ist der 31. Januar 1999.


Weitere Informationen:

o im Internet unter http://www.braunschweigpreis.de/

o oder bei der
Stadt Braunschweig
Stichwort "Braunschweig Preis"
Postfach 33 09
D - 38023 Braunschweig

Tel: +49 (0)531 470-41 00
Fax: +49 (0)531 470-41 41

E-Mail: braunschweigpreis@braunschweig.de
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