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Gewalt des Denkens? Symposium zum 27. Januar 1945

12.01.1999 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus auch in Greifswald
Gewalt des Denkens?


Am 27. Januar begehen auch wir den "Gedenktag für die Opfer des National-
sozialismus", den der Bundespräsident proklamiert hat. Er ruft jährlich in's Gedächtnis, daß an diesem Tag im Jahre 1945 endlich die Gefangenen des Vernichtungslagers Auschwitz befreit worden sind. Außer der Erinnerung an die "industriell" organisierte Vernichtung von Menschenleben sollen auch die zahlreichen anderen Opfer des Nationalsozialismus nicht vergessen werden.

Eine Vorbereitungsgruppe aus der Theologischen, der Rechts- und Staatswissenschaftlichen und der Philosophischen Fakultät hat das Symposium konzipiert. Der Organisator, der Kirchengeschichtler Prof. Dr. Martin Onnasch, dazu: "Nicht nur das erschreckende Maß physischer Gewalt in der Gesellschaft muß beunruhigen, auch seine Vorbereitung in Gedanken und seine Spielräume in der Bürokratie verdienen Aufmerksamkeit."

Das Symposium bietet Gelegenheit, die Beobachtungen und Einsichten zur Diskussion zu stellen. Die Auseinandersetzungen machen die Größe der Aufgabe bewußt, die heute gestellt ist und die um der Zukunft der Gesellschaft willen ständig neu in Angriff genommen werden muß.

Die Leitidee für den Gedenktag in Greifswald ist in diesem Jahr "Gewalt des Denkens?" Der Rektor, Prof. Dr. Jürgen Kohler, gibt die Einführung. Ihm
folgen mit ihren Gedanken in kurzen Vorträgen:

der Philosoph Prof. Dr. Werner Stegmaier mit "Denken als Gewalt -
philosophische Folgerungen aus der Shoa",

der Strafrechtler Prof. Dr. Jürgen Regge mit der Frage ">Jedem das Seine<
oder religiöse und ideologische Prägungen des Rechts?"

und der Historiker Prof. Dr. Thomas Stamm-Kuhlmann über "Wissenschaftliche Klassifikation und bürokratischen Zugriff".

Am Ende können die Teilnehmer ihre Gedanken in einer Diskussion austauschen, die Prof. Martin Onnasch leitet.

Wir bitten Sie herzlich, mit uns am 27. Januar 1999 ab 11 Uhr c.t. im Hörsaal 5 in der Rubenowstraße 1 an die Opfer zu denken, die der Nationalsozialismus verursachte.
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