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Geographie - eine zunehmend gefragte Disziplin

13.01.1999 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Den Abschluß der Festveranstaltungen zum Jubiläum "100 Jahre Geographie in Würzburg" bildet ein Fachkolloquium, das am Freitag und Samstag, 22. und 23. Januar, im Institut für Geographie der Universität Würzburg am Hubland stattfindet. Es steht unter dem Motto "Die Geographie im 21. Jahrhundert - regionale Kompetenz in globaler Perspektive".

Im Wechsel mit den wissenschaftlichen Vorträgen wird dabei unter dem Titel "Arbeitswelten Geographie" auch ein Kontakt-Forum angeboten. Es soll den Informationsaustausch mit Absolventen des Instituts für Geographie ermöglichen, die auf dem nicht-universitären geographischen Arbeitsmarkt Fuß gefaßt haben. Außerdem wird im Rahmen des Kolloquiums der Karl-Sapper-Preis der Fakultät für Geowissenschaften an vier herausragende Absolventen/innen des Studienjahres 1997/98 vergeben. Begleitend ist in der Universitätsbibliothek am Hubland die Ausstellung "100 Jahre geographische Forschungen in Würzburg" zu sehen, die bis 30. Januar zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zugänglich ist.

Das Fachkolloquium will Perspektiven, aber auch Probleme und Herausforderungen für die Geographie aufzeigen. Denn diese inhaltlich sehr breit gefächerte Wissenschaftsdisziplin, die niemals eine reine "Stadt-Land-Fluß"-Geographie war, sondern immer versucht hat, auch den Hintergründen räumlicher Ungleichheiten auf den Grund zu gehen, ist zunehmend gefordert: Die Naturgeographie beschäftigt sich zum Beispiel mit Fragen der Klimaentwicklung oder den Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung von Grundwasser und Boden. Dagegen ist die Wirtschafts- und Sozialgeographie unter den Stichworten Globalisierung, Standortverlagerung von Industrien und Märkten und nicht zuletzt Bevölkerungsentwicklung und -wanderung gefragt. Vor diesem Hintergrund ist auch die didaktische Aufarbeitung des jeweiligen Forschungsstandes für die Schule eine wesentliche Aufgabe. Ihr wird am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie Rechnung getragen.

Während des Fachkolloquiums erörtern sieben internationale Referenten die Stellung der Geographie in der Wissenschaftswelt. Unter ihnen ist der ehemalige Minister für Forschung und Unterricht der afrikanischen Republik Niger und derzeitige Dekan der Geowissenschaften der Würzburger Partneruniversität Niamey/Niger, Prof. Dr. Aboubakar Adamou. Ebenso wird der ehemalige Vorsitzende der Internationalen Geographischen Vereinigung, Prof. Dr. Herman Verstappen aus den Niederlanden, anreisen. Als weiterer Referent wird Prof. Dr. Heinz Wanner (Bern/Schweiz) über geographische Klimaforschung sprechen.

Daneben haben folgende Vertreter aus der deutschen geographischen Hochschul-Landschaft ihr Kommen angekündigt: Prof. Dr. Heiner Dürr, Bochum (Geographie als Kulturwissenschaft des Fremden), Prof. Dr. Hartwig Haubrich, Freiburg (Geographie-Didaktik im 21. Jahrhundert), Prof. Dr. Rolf Sternberg, Köln (Wirtschaftsgeographie) sowie Dr. Gerald Wood, Duisburg (Entwicklungsperspektiven regionaler Geographie).

Das Fachkolloquium wird unterstützt von der Fakultät für Geowissenschaften, der Geographischen Gesellschaft Würzburg, dem Dorint-Hotel Würzburg, der "Chancenregion Mainfranken", der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart, dem "Fränkischen Weinland" sowie den Firmen Mars (Viersen) und Cornelsen (Berlin).

Weitere Informationen: Dr. Martin Niedermeyer, T (0931) 888-5559, Fax (0931) 888-5556, E-Mail:
martin.niedermeyer@mail.uni-wuerzburg.de
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