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Ausbau der Fachhochschule Augsburg gefährdet

13.01.1999 - (idw) Fachhochschule Augsburg

Alle haben an einem Strang gezogen. Die gesamte staatliche Verwaltung hat es durch ein äußerts entgegenkommendes Verhalten ermöglicht, daß der Ausbau der Fachhochschule Augsburg mit großen Schritten voranschreitet. Das Finanzministerium, das Wissenschaftsministerium und die Oberste Baubehörde im Innenministerium hatten noch vor Bewilligung des Staatshaushalts die Haushaltsmittel für den Ausbau, hier speziell für den Umbau des bestehenden Bürogebäudes auf dem Gelände der ehemaligen Schüle´schen Kattunfabrik, bereitgestellt.

Jetzt stehen die Räder wieder still. Hervorgerufen durch das vertragswidrige Verhalten der Fa. Graf+Maresch. Beim Erwerb des Geländes der ehemaligen Schüle´schen Kattunfabrik wurde vereinbart, daß das dort bereits bestehende Bürogebäude ab 01.01.1999 der Fachhochschule Augsburg zur Verfügung steht. Die Planungen für den Umbau für den Fachbereich Informatik laufen auf Hochtouren und hätten ab 04.01.1999 umgesetzt werden können, sodaß ab Beginn des Sommersemesters dort hätte gelehrt werden können.

Nun aber weigert sich die Fa. Graf+Maresch das Gebäude termingerecht zu räumen. Obwohl der Termin seit bereits knapp zwei Jahren feststeht, war es der Firma scheinbar nicht möglich entsprechend zu planen. Derzeit zeichnet sich ab, daß erst im Laufe des Wintersemesters 1999/2000 der Lehrbetrieb in den neuen Räumen aufgenommen werden kann.

Interview mit dem Präsidenten der Fachhochschule Augsburg, Herrn Prof. Dipl.-Ing. H. Benedikt

Herr Präsident, wann kann die Fachhochschule Augsburg in das Bürogebäude auf dem Gelände der ehemaligen Schüle´schen Kattunfabrik einziehen?

Die Fachhochschule Augsburg hätte aufgrund des Vertrages mit der Firma Graf&Maresch zum 01.01.1999 das Grundstück mit dem Gebäude übernehmen können. Der Umzug des Fachbereichs Informatik hätte nach unserer Planung bis Ende April 1999 durchgeführt werden können.

Warum kommt es zu Verzögerungen beim Umzug?

Die Firma Graf&Maresch hat uns lapidar mitgeteilt, daß sie nicht rechtzeitig ausziehen könne, weil das von ihr neu erstellte Gebäude für den Bezug durch die Firma noch nicht fertiggestellt sei. Bereits Mitte 1998 wußte dies die Firma und wir haben sofort deutlich gemacht, daß wir auf einem vertragsgemäßen Auszug bestehen. Die Fa. Graf&Maresch hat nichts unternommen, um ihren rechtzeitigen Auszug, z.B. durch Anmietung von Büroräumen, sicherzustellen. Sie ist sich ihres vertragswidrigen Verhaltens durchaus bewußt, wälzt aber ihre Schwierigkeiten einseitig auf die Fachhochschule ab. Ich halte dies für ein sehr unseriöses Geschäftsgebahren.

Was kann die Fachhochschule Augsburg nunmehr tun?

Wir haben die Firma ultimativ aufgefordert die Gebäude zu räumen. Selbstverständlich muß die Firma für alle der Fachhochschule durch die Verzögerung entstehenden Schäden aufkommen. Ferner prüfen wir, ob eine Klage gegen die Firma sinnvoll ist.

Wie wird es nun weitergehen?

Die Firma Graf&Maresch beansprucht für sich den Zeitraum bis Ende März ´99, wobei in Anbetracht des bisherigen Verhaltens der Firma auch dies sehr ungewiß ist. Bei einem Auszug der Firma bis Ende März könnte der Fachbereich Informatik zu Beginn des Wintersemesters 1999/2000 in die neuen Räume einziehen.


Herr Präsident, herzlichen Dank für das Gespräch.

Ansprechpartner: Prof. Dipl.-Ing. H. Benedikt, Präsident
Tel.: 0821/5586-213
Fax: 0821/5586-222
e-mail: richlich@verwaltung.fh-augsburg.de
Augsburg, den 13.01.1999
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