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Online durch die Geschichte - Eröffnung des "lebendigen virtuellen Museums Online" (LeMO)

13.01.1999 - (idw) Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Am 21. Januar 1999 um 12.00 Uhr
laden ein:
Deutsches Historisches Museum, Berlin
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Berlin

Programm:
12.00 Uhr Begrüßung Prof. Dr. Weber (Fraunhofer ISST)
12.05 Uhr "Museum goes online - warum eigentlich", Dr. Vorsteher (DHM)
12.15 Uhr "Vom virtuellen Besucher zum Benutzer", Prof. Dr. Schäfer (HdG)
12.25 Uhr "Visionen - was mit der LeMO-Technik alles möglich ist", Prof. Dr. Weber (Fraunhofer ISST)
12.35 Uhr Online durchs Museum - eine Führung (Lutz Nentwig - Fraunhofer ISST , Dorlis Blume - HdG, Kai Albrecht, Dr. Lutz Walther - DHM)
12.50 Uhr Übergabe des Abschlußberichtes an die Auftraggeber
12.55 Uhr "Virtuelle Realität im G-WiN", Dr. Peter Kaufmann (DFN-Verein)
anschl. Imbiß
Rechner und Monitore für einen eigenen Museumsrundgang stehen zur Verfügung.
Ort: Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Mollstr. 1, 10178 Berlin, Tel.: 030 / 243 06 - 100, Fax: 030 / 243 06 - 199, E-mail: info@isst.fhg.de

Um Anmeldung wird gebeten

U- und S-Bahn: Alexanderplatz, Bus 100: Prenzlauer Allee / Mollstr.

Zum "lebendigen virtuellen Museum Online" (LeMO) führen viele Zufahrtswege: alle Datenhighways der Welt mit ihren vernetzten Multimedia-PC's an den Zufahrten. Am 21. Januar um 12.00 Uhr öffnen die Entwickler und Betreiber (das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Berlin, das Deutsche Historische Museum, Berlin und das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn) die Pforten des computersimulierten Museums und geben einen virtuellen, dreidimensionalen Gang durch die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Internet frei (http://www.dhm.de/lemo).

Im Auftrag des Vereins zur Förderung des Deutschen Forschungsnetzes e.V. (DFN) und mit Mitteln der Deutschen Telekom Berkom GmbH entstanden 31 dreidimensionale Erlebniswelten. Für die Zeit vom Kaiserreich bis in die jüngste Vergangenheit verknüpfte das LeMO-Team diese Animationen mit über 2000 Webseiten, auf denen sich dem Betrachter ungezählte museale Ausstellungsstücke mit mehreren hundert Biographien und Statistiken eröffnen. Dazu präsentieren die Online-Museumsmacher für jedes einzelne der knapp hundert Jahre eine informative Chronik und, als besondere Leckerbissen, mehrere Stunden originale Bild- und Tondokumente.

Ein Besucher stößt bei einem Rundgang zum Beispiel auf ein ganz gewöhnliches Schaubild aus einem beliebigen Geschichtsbuch. Diese Grafik verdeutlicht das Zusammenspiel der Verfassungsorgane der Weimarer Repubilk, wie die politischen Abhängigkeiten zwischen dem Reichspräsidenten und der Reichsregierung. Doch plötzlich verwandelt sich das Schaubild in eine begehbare, virtuelle Erlebniswelt mit eigenem Innenleben. Wie in einem modernen Computerspiel können nun die Besucher durch die virtuellen Hallen mit den verzweigten Gängen wandeln, auf der Suche nach weiteren Informationen: Wer durfte überhaupt in der Weimarer Republik wählen? Wie war die Sitzverteilung der verschiedenen Reichstage? Und ganz nebenbei kann man sich bedeutende Zitate prominenter Reichstagsabgeordneter im Originalton anhören.

Oder die Zeit nach der Entstehung zweier Deutscher Staaten: Von der abstrakt gehaltenen Welt der Jahre des Aufbaus in Ost und West führt ein Weg in ein sehr real anmutendes Lichtspielhaus der Fünfziger Jahre, in dessen verdunkeltem Kinosaal zeitgenössische Heimat- und Skandalfilme präsentiert werden.

Die beteiligten Informatiker, Historiker und Designer der Museen und des Fraunhofer ISST erstellen die gesamte Anwendung mit den Internet-Technologien HTML, Virtual Reality Modelling Language (VRML), Streaming-Video und -Audio und der Programmiersprache Java. Der Online-Museumsbesucher benötigt für den Eintritt einen handelsüblichen Multimedia-PC und einen Internet-Zugang in ISDN-Qualität. Aber auch Besuchern mit langsamen Modem-Anschlüssen oder älteren Rechnern steht das Museum über Internet-übliche HTML-Seiten offen.

Das Museum ist zu finden unter: (http://www.dhm.de/lemo).

Ansprechpartner:

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Lutz Nentwig, Mollstr. 1, 10178 Berlin, Tel.: 030/2 43 06-100, E-mail: lutz.nentwig@isst.fhg.de

Deutsches Historisches Museum, Dr. Burkhard Asmuss, Unter den Linden 2, , 10117 Berlin, Tel.: 030/2 03 04-0, E-mail: asmuss@dhm.de

Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland,
Dr. Jürgen Reiche, Adenauer Allee 250, 53113 Bonn, Tel.: 0228/91 65-0, E-mail: reiche@hdg.de

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