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Elend, Krieg und Krankheiten - Kinderärzte in den Tropen vor neuen Problemen

14.01.1999 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

17. Jahrestagung der Tropenkinderärzte an der Universität Witten/Herdecke 22. - 24.1.1999

Die Kriege in den Ländern der dritten Welt töten längst mehr Zivilisten - und vor allem Kinder! - als Soldaten. Das Anwachsen der Slums, des Problems der Straßenkinder und der Kinderarbeit prägen das Leben der Kinder in den sogenannten Entwicklungsländern. Für die Mediziner erwachsen daraus neue Aufgaben in der Behandlung von Krankheiten, aber vor allem in der Vorsorge. Schock und grauenhafte Kriegserlebnisse, die sonst nur Soldaten trafen, treffen jetzt immer mehr auch kleine Kinder: Die psychische Seite der Behandlung wird dann fast ebenso wichtig wie die rein medizinische. Die

17. Jahrestagung der
Arbeitsgemeinschaft Tropenpädiatrie
vom 22. - 24. Januar
in der Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausenstr. 50

wird sich mit dieser Thematik beschäftigen. Nachfolgend einige ausgewählte Punkte aus der Tagesordnung:

Freitag, 22.1.
19.00 Uhr Begrüßung durch den Dekan, Prof. Dr. Norbert Krüger, und Vortrag von Niels-Jens Albrecht (Hamburg): "Traumatisierte Kinder in Entwicklungsländern"

Samstag, 23.1.
8.30 Uhr Vorträge: Integration von traditionellen Heilsystemen. In allen Kulturen existieren "traditionelle" Heilsysteme, denen die Menschen seit Generationen vertrauen. Diese Traditionen mit der westlich-technologischen Medizin, die vielleicht effektiver, aber nicht so akzeptiert ist, zu verbinden, ist bisher kaum gelungen.
9.10 Uhr, M.D. Anthony Costello (Institute for International Child Health, London) "Improving newborn infant health in developing countries". Gegenüber Krankheiten sind Neugeborene und Säuglinge am empfindlichsten, doch in den sog. Entwicklungsländern wird ihre Versorgung oft nicht so wichtig genommen. Eine hohe Sterblichkeit ist die Folge, die Anthony Costello, ein international ausgewiesener Experte, seit langer Zeit beschäftigt.
12.00 Uhr, Dr. U. Knobloch (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Eschborn): "Ansätze zur Förderung der Jugendgesundheit in Entwicklungsländern"
15.20 Uhr: Dr. Hans D. Nothdurft "Reisen mit Kindern - Reisemedizin für Kinder". Ab etwa dem ersten Lebensjahr kann man mit Kindern ohne größere Probleme verreisen. Aber vorher sollte man gerade auf abenteuerliche Touren in die Tropen verzichten. Ein Appell an die Vernunft.
20.00 Uhr Afrikanisches Konzert

Sonntag, 24.1.
8.30 Uhr Dr. Walter Seidel: "Neue Ausbildungen für Mediziner: Der Distriktarzt"
9.00 Uhr, Prof. Dr. Hans K. Bielsalski zur Bedeutung von Vitamin A in der Ernährung von Kindern in Entwicklungsländern.
10.50 Uhr, Runder Tisch mit Ärzten, Friedensdorf Oberhausen und Hammer Forum: "Versorgung von verletzten Kindern aus Entwicklungsländern in Deutschland". Eine Diskussion um die Probleme des Transports in ein fremdes Industrieland und seine Finanzierung.
ca. 12 Uhr: Ende der Tagung

Weitere Informationen sowie das vollständige Progrsamm erhalten Sie im Dekanat für Medizin, Prof. Dr. Norbert Krüger, 02302/926-700
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