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AA-Preisträger für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender ausgewählt

18.01.1999 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

In den letzten Jahren ist vielfach Sorge darüber geäußert worden, daß junge Ausländer sich nicht in wünschenswertem Maße für ein Studium an deutschen Hochschulen interessieren. Wichtige Faktoren für die Attraktivität des Studiums an einer deutschen Hochschule sind - gerade auch im internationalen Vergleich - die Angebote für Beratung und Betreuung der ausländischen Studierenden. Freundlichkeit, Offenheit und Toleranz im sozialen Miteinander, Unterstützung bei der Orientierung in einem fremden Hochschulsystem, Hilfestellung bei der Lösung praktischer Probleme des Alltags sind wichtige Voraussetzungen dafür, daß ein Studien-aufenthalt in Deutschland nicht nur als akademischer Erfolg, sondern auch als persönliche Bereicherung erlebt wird.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesminister des Auswärtigen einen Preis gestiftet, mit dem er besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland würdigt. Der Preis ist mit DM 30.000 dotiert. Als Preisträger kommen Einzelpersonen sowie öffentliche oder private Einrichtungen inner- und außerhalb der deutschen Hochschulen in Betracht.

Bei einer vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eingesetzten Jury, der Vertreter des Auswärtigen Amtes, der Akademischen Auslandsämter der deutschen Hochschulen, des deutschen Studentenwerkes und des DAAD angehören, sind für 1998 über 100 Vorschläge für eine Preisverleihung eingegangen. Angesichts dieser Vielzahl guter Projekte hat die Jury entschieden, den Preis zu teilen und drei Preisträger mit je DM 10.000 auszu-zeichnen.

Frau Karin Rößler erhält den Preis als Gründerin des seit 1993 bestehenden Hilfsfonds für ausländische Studierende an der Hochschule für Kunst und Design (Burg Giebichenstein) in Halle, die weit über das berufliche Engagement hinaus in modellhafter Weise für und mit ausländischen Studierenden nachhaltig wirksame Betreuungsmaßnahmen entwickelt hat. Der Preis an das noch junge "Brother/Sister" Paten- und Partnerschaftsprogramm zwischen deutschen und ausländischen Studierenden an der Universität Bielefeld soll dieser besonderen, interaktiven und multikulturellen Initiative einen Ansporn geben, um beispielhaft für ähnliche Betreuungsmaßnahmen in der deutschen Hochschullandschaft zu wirken. Die Aus-zeichnung des internationalen Betreuungszentrums "Brücke" an der Universität Münster würdigt die seit langem bestehenden Bemühungen, durch ein Netzwerk von Organisationen und Institutionen denjenigen "Mehrwert" an Betreuung zu erzielen, den die ausländischen Studierenden besonders zu schätzen wissen: Verkürzung der Wege, Abbau der Bürokratie und die Schaffung eines menschlich-warmen Ambientes, das gerade an einer großen Universität von besonderer Bedeutung ist.

Die offizielle Verleihung des Preises ist für Frühjahr 1999 vorgesehen. Der Preis soll auch in den Folgejahren wieder ausgelobt werden.
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